Sauber Alfa Romeo Racing F1
Sauber Alfa Romeo Racing F1. Credit: Alfa Romeo Racing

Sauber heißt jetzt Alfa. Das steckt wirklich hinter der Namensänderung.

Geht die Investition von Fiat in das ehemalige Schweizer Sauber-Team noch weiter? Vergangene Woche verschwand der Name Peter Sauber aus der Teambezeichnung. Fiat hat den Schweizer Rennstall mit dem Segen von den anderen Teams, Rechteinhaber Liberty und der Automobilbehörde FIA in Alfa Romeo Racing umbenannt.

Sechs Millionen Euro soll Fiat dafür dem Team bezahlt haben, das immer noch Islero Investments gehört – einer Gruppe, hinter der sich der schwedische Milliardär Finn Rausing (63, Tetra Pak) verbirgt. Noch: Denn AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr, dass sich Fiat-Chef John Elkann (42) eine Kaufoption hat geben lassen, die bis zum Sommer gezogen werden kann. Zuvor wird erwartet, dass auch beim Chassisnamen des Autos für diese Saison der Name Sauber verschwindet. 

Fest steht: Für Ferrari bedeutet die enge Zusammenarbeit mit Alfa nicht nur mehr politische Macht bei Liberty und der FIA, sondern die Scuderia profitiert auch sportlich davon. Hintergrund: Alfa gehört wie Ferrari zur Fiat-Gruppe. Der im Sommer 2018 verstorbene Fiat-Patriarch Sergio Marchionne hat den ersten Deal für 2018 schon gemacht , um neben Ferrari auch die Marke Alfa Romeo weltweit zu präsentieren. Damals hieß das Team noch Sauber-Alfa. Allein: Hinter der Alfa-Truppe verbirgt sich nichts anderes als Ferrari-Techniker, die aus Maranello für das Sauber-Projekt abgestellt wurden.

Zwei Personalien machen besonders deutlich, dass die Fiat-Zentrale es ernst meint. Erstens: Simone Resta (48) wechselte Mitte der vergangenen Saison schon von Ferrari als Cheftechniker zu Sauber. Das Gehalt bekommt der gewiefte Aerodynamiker, der als Vertrauter vom gerade vom Technikchef zum Ferrari-Teamchef beförderten Mattia Binotto gilt, indes immer noch aus Maranello.

Zweitens zeigt auch die Verpflichtung von Ferrari-Junior Antonio Giovinazzi (25) als Teamkollege Kimi Räikkönens (39), wer in Hinwil mittlerweile das Sagen hat. Der Italiener fuhr schon 2017 zwei Einsätze für Sauber als Ersatzmann des damals verletzten Pascal Wehrlein. 2018 machte der Italiener einige Testeinsätze für das ebenfalls mit Ferrari eng verknüpfte Haas-Team und leistete vor allen Dingen wertvolle Simulator-Arbeit für die Scuderia. Giovinazzi ist glücklich, an der Seite von Räikkönen fahren zu können: “Kimi ist einer der besten Piloten der Welt. An ihm kann ich mich ohne Druck orientieren. Ich kann also nur gewinnen.”

Auch Räikkönen macht deutlich, dass sein Wechsel von Ferrari zu Alfa nicht dazu gedacht ist, seine Karriere locker auslaufen zu lassen. “Ich sehe keinen Grund, warum wir keine gute Leistung bringen können sollten”, sagt der Ex-Ferrari-Pilot. “Sie haben alle Werkzeuge, sie haben einen großartigen Windkanal, und sie haben alles, um ein großartiges Auto zu bauen. Außerdem haben wir einen Ferrari-Motor. Wir wissen also, was wir bekommen.” Schon bei den Tests Ende der Saison in Abu Dhabi hatte er bei seiner ersten Fahrt mit dem neuen Team ein gutes Gefühl: “Es fühlte sich sehr vertraut an. Klar ist es ein anderes Auto als der Ferrari, aber das Gefühl, dass ich beim Fahren hatte, war eben nicht komplett anders.”

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