Max Verstappen hat sich von 2019 mehr versprochen und sagt das auch.

Max Verstappen ist trotz seiner erst 21 Jahre ein Freund klarer Worte. Worthülsen sind dem Red-Bull-Piloten aus den Niederlanden fremd. Das bewies er jetzt wieder einmal mehr bei einem Interview mit seiner Heimatzeitung “De Telegraaf”.

“Ich bin im gleichen Auto zwei Zehntel schneller als Lewis Hamilton und Charles Leclerc”, glaubt Verstappen. Er erklärt das auch: “Ich sah mir beispielsweise die Pole-Runde von Leclerc in Singapur an. Und ich musste feststellen: Da war noch Raum nach oben. Ich will nicht arrogant klingen, aber als Fahrer musst du immer denken, dass du der schnellste bist.”

Verstappen legt noch mal nach. “Ich war in dieser Saison bei einigen Rennen besser als das Leistungsvermögen meines Red Bull hergab. Meiner Meinung waren wir oft weiter weg von der Spitze als es aussah. Bis Singapur dachte ich noch, dass wir 2020 um den Titel fahren können. Das glaube ich im Moment nicht mehr. Wir müssen noch mehr als Team nach vorne schauen, als wir es bisher getan haben. Wir sind nicht da wo wir sein müssen. Wir haben noch nicht die Sprünge gemacht, die notwendig wären.”

“Ich war in dieser Saison bei einigen Rennen besser als das Leistungsvermögen meines Red Bull hergab. Meiner Meinung waren wir oft weiter weg von der Spitze als es aussah. Bis Singapur dachte ich noch, dass wir 2020 um den Titel fahren können. Das glaube ich im Moment nicht mehr. Wir müssen noch mehr als Team nach vorne schauen, als wir es bisher getan haben. Wir sind nicht da wo wir sein müssen. Wir haben noch nicht die Sprünge gemacht, die notwendig wären.”

Verstappen macht Druck auf Red Bull
Credit: Red Bull

Red Bull-Chefberater Helmut Marko (76) muss schmunzeln, als er von den Aussagen seines Vorzeigepiloten hörte. Marko zu AUTO BILD MOTORSPORT: “Zum Teil hat Max ja Recht. Gut, er hat auch zweimal ein Rennen in der ersten Kurve beendet, aber das kann passieren. Wir bei Red Bull wollen Fahrer mit eigener Meinung, die sie auch äußern sollen. Also ist das kein Problem.”

Allein: Hat die Kritik Verstappens System, um seinen Weggang vorzubereiten, falls es auch 2020 nicht mit dem Titel klappt?Verstappens Vertrag läuft dann aus. Dazu passt, dass auch Verstappens Vater Jos harte Worte über die momentane Situation seines Sohnes fand. “Wir sollten jetzt näher dran sein, aber es ist härter als erwartet”, lamentierte er beim holländischen TV-Sender “Ziggo”.

Verstappen: “Es ist sehr frustrierend, dass wir vor der Sommerpause ein paar gute Rennen hatten, aber nach der Sommerpause stehengeblieben sind, während andere klare Fortschritte gemacht haben. Max kann momentan nicht viel machen, wir hängen vom Team ab. Setzt ihn in ein gutes Auto, und er wird um die Meisterschaft fahren. Wir sind jetzt seit einigen Jahren bei Red Bull, und es sieht nicht so aus, als könnten wir nächstes Jahr um die WM kämpfen.”

Und weiter: “Wir liegen beim Auto und beim Motor etwas zurück. An diesen beiden Dingen müssen wir arbeiten, wenn wir nächstes Jahr um die Meisterschaft kämpfen wollen”, fordert der ehemalige Formel-1-Pilot und erklärt, dass auch Sohn Max inzwischen “frustriert” sei, weil die guten Ergebnisse zuletzt ausgeblieben sind. Eigentlich habe man erwartet, die Lücke zu Mercedes und Ferrari 2019 schließen zu können.

Fest steht: Die Kritik ausgerechnet vor Hondas Heimrennen nächstes Wochenende in Suzuka wird die Japaner hart treffen.

*Dieser Artikel ist als Erstes in AUTO BILD MOTORSPORT (ABMS) erschienen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here