Was läuft da hinter den Kulissen bei Mercedes?

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Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Credit: Mercedes
Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Credit: Mercedes

Anfang des Jahres hatten die Hintergrundinformationen F1-Insider.com erreicht: Toto Wolff und Lawrence Stroll könnten gemeinsame Sache machen bei Aston Martin, hieß es. Es sollte eine Exit-Strategie für Wolff sein – für den Fall, dass Mercedes mit seinem Werksteam die Königsklasse verlässt. 

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Allein: Seitdem bekamen die Spekulationen immer neue Nahrung. Mal war davon die Rede, dass der Österreicher CEO des Autoherstellers werden könne. Mal ging es um ein gemeinsames Investment. Mal um die Rolle des Formel-1-Teamchefs im Aston Martin-Werksteam. 

Basis des Ganzen: Wolffs Vertrag als Mercedes-Teamchef läuft Ende des Jahres aus – und Formel-1-Boss kann er nach einer Intervention von Ferrari (F1-Insider.com berichtete) nicht werden. 

Auffällig: Die oft halbherzigen Dementis des Wieners häufen sich. Vorläufiger Höhepunkt: Er beleidigte öffentlich unseren Kollegen Dieter Rencken (racefans.net), bezeichnete ihn als „Wahnsinnigen“. Vorher hatte auch Rencken von einem möglichen Wechsel Wolffs zu Aston Martin und einem möglichen Verkauf des Werksteams berichtet.

Mittlerweile kommentiert der Mercedes-Erfolgsteamchef im großen Stil auch eine Story von Motorsport-Total.com, wonach er Stroll ein schriftliches Angebot zur Übernahme von Aston Martin-Aktien vorgelegt haben soll.

Wolff gegenüber der Tageszeitung „Österreich“: „Ich werde nicht CEO bei Aston Martin, und ich werde dort auch keine strategische Beteiligung als Investor eingehen.“

Allerdings sind die Aussagen zu seiner Zukunft bei Mercedes alles andere als geradlinig. Auf die These, es würden bereits Wetten laufen, ob er als Mercedes-Teamchef noch einmal zurückkehre an den Kommandostand, öffnet Wolff den Spekulationen Tür und Tor:

„Ich bin jetzt das achte Jahr dabei. Ich liebe den Sport und dieses Team. Allerdings bin ich einigermaßen überrascht über die Wendungen, die es über den Winter gegeben hat und über das Verhalten einzelner Personen. Das hängt natürlich auch zusammen mit meiner Entscheidung, was ich 2020 und darüber hinausgehend mache.“ 

Dann vollführt Wolff eine verbale Kehrtwende, die er selbst aber mit einer für ihn offenbar wichtigen Zeitangabe ausbremst:

Ich bin und bleibe Mercedes-Motorsportchef und Formel-1-Chef, und daran wird sich kurzfristig nichts ändern.“

Fakt ist: Wolff kann derzeit selbst nicht wissen, welche Optionen er ab 2021 hat. Denn noch fehlt das klare Mercedes-Bekenntnis zur neuen Formel 1. Daimler-Vorstand Ola Källenius blieb zuletzt gegenüber Autocar ebenfalls kryptisch: „Für uns ist es wichtig, das ein neuer Deal ökologisch und finanziell vernünftig ist. Aber die Formel 1 bleibt eine attraktive Plattform für uns.”

Das könnte sich aber auch auf ein Engagement nur als Motorbauer beziehen.

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