Formel-E-Boss Agag verrät: So lockte ich Hamilton in die Extreme E

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Formel-E-Boss Alejandro Agag Credit: Shivraj Gohil/Extreme E
Formel-E-Boss Alejandro Agag Credit: Shivraj Gohil/Extreme E

Lewis Hamilton wird Teamchef! Genau, Sie haben richtig gelesen. Der Schumacher-Rekordjäger der Formel 1 gründet ein eigenes Rennteam. 

Möglich macht’s eine extreme Rennserie. Die Extreme E. Es ist das neue Baby von Formel-E-Boss Alejandro Agag. Ab Januar 2021 fährt die Serie an fünf extremen Orten der Erde – in den arktischen Eiswüsten, am indischen Ozean, in der Wüste der Sahara, im Himalaya und im Regenwald. Im Einsatz sind rund 550 PS starke Elektro-SUVs. 

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Es ist ein Rennen für die Natur. Und Lewis Hamilton ist mit seinem eigenen Team X44 dabei – nicht als Fahrer, aber als Teambesitzer. „Ich frage Lewis schon seit Jahren, ob er bei mir mitmachen will“, verrät Alejandro Agag gegenüber F1-Insider.com. „Auch wegen der Formel E. Aber erstmals richtig hingehört hat er, als ich ihm von der Extreme E erzählt habe.“

Denn die Serie zeigt die Orte nicht nur, die besonders vom Klimawandel betroffen sind. Sie hilft den Regionen gezielt beim Kampf gegen die Zerstörung. Agag: „Besonders interessiert ist Lewis an unserem Vermächtnis-Programm. Denn damit tun wir aktiv etwas für die Umwelt. Wir fahren im Regenwald, pflanzen danach 200 Hektar Wald. Wir fahren am Strand, säubern ihn danach von Plastik. Viele reden nur über die Umweltzerstörung, wir tun etwas dagegen. Das mag Lewis.“

Lewis Hamilton ist mit seinem eigenen Team X44 dabei
Lewis Hamilton ist mit seinem eigenen Team X44 dabei

Mit seinem eigenen Team kann er seinen Kampf für den Umweltschutz und seine Leidenschaft für den Motorsport verbinden. „Ein Beispiel ist Grönland“, erzählt Agag. „Ich war nun schon oft da – und jedes Mal werden die Bäche voll Wasser größer. Die Gletscher schmelzen und man kann dabei zusehen. Mit unserem Sport können wir darauf aufmerksam machen. Und das ist auch der einzige Grund, warum Lewis dabei ist.“

Nicht ganz. Denn die Extreme E hat Hamilton auch mit ihrem sportlichen Format überzeugt. Hintergrund: Ein Auto wird jeweils von einem Mann und einer Frau pilotiert. Agag: „Lewis kämpft für Vielfalt und Gleichberechtigung. Wir tun das auch, indem unsere Teams aus einem Mann und einer Frau bestehen. Jeder fährt eine Runde, also beide gleich wichtig für den Sieg.“

Die Rennen gleichen einem Turnier. Pro Team ist ein Auto erlaubt. Dann wird Mann gegen Mann und Frau gegen Frau auf einem rund zehn Kilometer langen Kurs gefahren. Der Schnellste kommt jeweils weiter. 

Acht Teams sind bislang gemeldet. Als erster Hersteller ist die Seat-Tochter Cupra beim Abt-Team an Bord. Der männliche Fahrer des deutschen Teams steht auch schon fest. Es ist DTM-Legende Mattias Ekström (42). Er sagt: „Vor 20 Jahren war die DTM eine große Herausforderung, die wir gemeinsam gemeistert haben. Jetzt ist es höchste Zeit für ein neues Abenteuer. Ich finde das Konzept genial.“

Genau wie Lewis Hamilton.

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