Audis Formel-1-Projekt kämpft mit Problemen, doch der Audi-Chef sieht Fortschritte.
Für Audi läuft der Einstieg in die Formel 1 bislang alles andere als perfekt. Nach dem starken Auftakt mit Platz neun von Rookie Gabriel Bortoleto in Australien wartet das Werksteam seit über zwei Monaten auf weitere WM-Punkte. Trotzdem schlägt Audi-Boss Gernot Döllner überraschend positive Töne an.
„Ich bin zufrieden mit unserem Start in die Saison und sehe das Team grundsätzlich auf einem guten Weg“, sagte der Konzernchef jetzt der Sport Bild.
Tatsächlich steht Audi aktuell mit lediglich zwei Punkten nur auf Rang neun der Konstrukeurs-WM. Zuletzt fiel das Team sogar hinter Williams Racing zurück. Nur Neueinsteiger Cadillac und Sorgenkind Aston Martin liegen derzeit noch hinter den Ingolstädtern.
Audi-Star Hülkenberg mehrfach knapp an Punkten vorbei
Ganz hoffnungslos sieht die Lage allerdings nicht aus. Vor allem Nico Hülkenberg verpasste zuletzt mehrfach nur knapp die Top Ten. In China und Japan wurde der Deutsche jeweils Elfter. In Miami kämpfte sich Teamkollege Gabriel Bortoleto sogar von Startplatz 21 bis auf Rang zwölf nach vorne.
Vor allem die reine Pace des Autos macht Audi Hoffnung. Döllner betont: „Nach den ersten Rennen haben wir uns im Mittelfeld etabliert, und die Performance des Autos stimmt zuversichtlich.“
Technikprobleme bremsen Audi aus
Das größte Problem bleibt derzeit die Zuverlässigkeit. Immer wieder sorgten technische Defekte für Rückschläge. Auch in Miami kämpfte Audi erneut mit Problemen über das gesamte Wochenende hinweg. Im Sprint spuckte Hülkenbergs Renner sogar schon auf dem Weg in die Startaufstellung Feuer.

Döllner weiß deshalb genau, wo die Baustellen liegen: „Die Renneinsätze zeigen uns, wo noch Optimierungsbedarf besteht – sei es in unseren Abläufen oder auf der technischen Seite.“
Besonders kompliziert: Audi entwickelt nicht nur ein neues Formel-1-Team, sondern gleichzeitig auch einen komplett neuen eigenen Antrieb. Genau deshalb fordert der Konzernchef Geduld.
„Uns war von Beginn an bewusst, dass ein Projekt dieser Größenordnung Geduld und Ausdauer erfordert“, erklärt Döllner.
Audi glaubt weiter an die Formel-1-Zukunft
Trotz der bislang enttäuschenden WM-Ausbeute bleibt Audi intern offenbar ruhig. Das Team sieht die ersten Monate vor allem als Lernphase.
„Wir bleiben realistisch, lernen jeden Tag dazu und nutzen die gewonnenen Erfahrungen, um das Projekt Schritt für Schritt weiterzuentwickeln“, sagt Döllner.
Die Hoffnung in Ingolstadt: Dass aus den aktuellen Kinderkrankheiten irgendwann ein ernsthafter Formel-1-Herausforderer entsteht.
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