Ferrari-Pilot Lewis Hamilton kassiert nach der Kollision mit George Russell eine Strafe. Doch selbst sein Unfallgegner hält sie für hart. Und der Rekordweltmeister selbst?
Lewis Hamilton hat beim Großen Preis von Belgien einen möglichen Podestplatz verpasst. Nach seiner Kollision mit George Russell kassierte der Ferrari-Star eine Fünf-Sekunden-Strafe. Doch war die Sanktion überhaupt gerechtfertigt?
Der Zwischenfall ereignete sich bereits in der ersten Runde. Hamilton und Russell kämpften auf dem Weg nach Les Combes um ihre Positionen und kollidierten schließlich eingangs der Kurvenkombination in der Mitte der Strecke.
Hamilton musste seinen Ferrari hinter Max Verstappen leicht korrigieren, nachdem er Abtrieb verloren hatte. Ihm blieb links kaum Platz, es kam zur Kollision. Nach dem Kontakt drehte sich der Mercedes-Pilot ins Kiesbett und musste das Rennen vorzeitig beenden.

Die Rennkommissare sahen die Verantwortung bei Hamilton und belegten ihn mit einer Fünf-Sekunden-Strafe. Ausgerechnet Unfallgegner Russell hielt diese Entscheidung allerdings für zu hart.
Hamilton gibt sich selbst die Schuld
Hamilton selbst zeigte sich von der Entscheidung der Rennkommissare zwar nicht völlig verdutzt, bewertete die Kollision mit seinem ehemaligen Mercedes-Teamkollegen allerdings anders.
„Ich war nicht so ganz überrascht, bestraft zu werden. Aber ich denke, es war ein Rennunfall und keine Absicht“, erklärte Hamilton nach dem Rennen. „Er kam von außen, ich war direkt hinter Max. Es war nicht so, dass ich in ihn reingefahren bin. Es ist nicht schön, dafür bestraft zu werden.“
Mehr News
Die Kollision hatte für Hamilton auch über die Zeitstrafe hinaus Folgen. Sein Ferrari wurde bei dem Zwischenfall beschädigt, wodurch der weitere Rennverlauf zusätzlich erschwert wurde. „Ich hatte ein paar Beschädigungen am Auto, das hat das Rennen schwieriger gemacht“, verriet der siebenmalige Formel-1-Weltmeister.
Fans sehen Kollision als Rennunfall
Dabei war es für Hamilton ohnehin ein schwieriges Wochenende. Bereits im dritten Freien Training am Samstag war der Ferrari-Pilot abgeflogen und hatte seinen Boliden kurz vor dem Qualifying beschädigt.
„Wenn man sieht, was alles passiert ist: der Schaden am Auto, der Unfall gestern, dann hatte ich auch noch das falsche Setup – die Punkte mitzunehmen, ist dann noch positiv“, bilanzierte Hamilton.
Trotz aller Rückschläge kämpfte sich der Ferrari-Star auf den vierten Platz. Bei den Fans ist die Schuldfrage derweil relativ eindeutig. In einer F1-Insider.com-Umfrage bewerten 61 Prozent der Teilnehmer die Kollision als Rennunfall. 22 Prozent sehen die Schuld bei Hamilton, 18 Prozent bei Russell.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!