Formel 1

Monaco-Chaos eskaliert! McLaren-Entscheidung zu Gasly-Podium steht fest

Formel 1 Pierre Gasly Alpine Monaco 2026
Pierre Gasly. Credit: Alpine
Bianca Garloff
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Das Monaco-Ergebnis sorgt weiter für Zoff in der Formel 1. Nach der überraschenden Begnadigung von Pierre Gasly zieht nun McLaren vor die nächste Instanz.

Der Formel-1-Krimi von Monaco ist noch immer nicht beendet. McLaren hat nun offiziell Berufung gegen die nachträgliche Aufhebung der Zeitstrafen von Alpine-Pilot Pierre Gasly eingelegt. Damit geht der Streit um das Ergebnis des Fürstentums-GP in die nächste Runde.

Auslöser ist eine ungewöhnliche Entscheidung der Rennkommissare. Gasly hatte im Rennen gleich zwei Fünf-Sekunden-Strafen wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse kassiert. Nach einem Antrag von Alpine wurden diese Strafen jedoch wieder gestrichen. Die Begründung: Die Länge der Boxengasse war offenbar falsch vermessen worden, wodurch Gaslys Geschwindigkeit fehlerhaft berechnet worden sei.

McLaren wittert Wettbewerbsnachteil

Von der Entscheidung profitierte Gasly doppelt. Der Franzose rückte nachträglich auf Rang drei vor und verdrängte damit Isack Hadjar sowie Oscar Piastri.

Formel 1 Oscar Piastri McLaren Monaco 2026
Oscar Piastri. Credit: Guido De Bortoli/LAT Images

Besonders bitter für McLaren: Piastri hatte ebenfalls eine Strafe wegen eines Verstoßes gegen das Tempolimit in der Boxengasse erhalten und diese während des Rennens abgesessen. Seine Strafe konnte deshalb nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Genau hier setzt die Kritik des Weltmeisterteams an. McLaren sieht die sportliche Fairness gefährdet und spricht von einer Ungleichbehandlung der Teams. Wer sich an die ursprüngliche Entscheidung gehalten und seine Strafe abgesessen habe, dürfe im Nachhinein nicht benachteiligt werden.

Weitere Teams prüfen Schritte

McLaren betont, dass sich die Berufung nicht gegen Alpine richte, sondern gegen die Auslegung und Anwendung des Reglements. Das Team fordert eine einheitliche und transparente Anwendung der Regeln.

Und McLaren steht mit seiner Kritik nicht allein da. Auch Mercedes hat bereits eine Überprüfung des Monaco-Ergebnisses beantragt. Red Bull prüft ebenfalls weitere rechtliche Schritte. Das Team verlor durch die nachträgliche Gasly-Begünstigung den Podestplatz von Nachwuchsfahrer Isack Hadjar.

Damit könnte das Monaco-Ergebnis auch Wochen nach dem Rennen noch einmal verändert werden. Der Streit um Gaslys Podium entwickelt sich zunehmend zu einem Politikum – und beschäftigt inzwischen gleich mehrere Topteams.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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