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Wirbel um Motor-Einstufung! Lenkt FIA nach Red Bull-Kritik ein?

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Kanada 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mercedes gewinnt bislang jedes Rennen der Saison 2026. Trotzdem soll ausgerechnet Red Bull den stärksten Motor im Feld haben. Red Bull protestiert.

Eigentlich schien die Sache klar. Mercedes dominiert die Formel-1-Saison 2026 nach Belieben und hat bislang jedes Rennen gewonnen. Umso größer war die Überraschung, als die FIA nach den ersten fünf Grands Prix ausgerechnet Red Bull als Motoren-Primus einstufte.

Genau diese Bewertung sorgt nun für Wirbel im Fahrerlager. Wie The Race berichtet, hat Red Bull die Ergebnisse der sogenannten ADUO-Einstufung bei der FIA hinterfragt. Der Grund: Die eigenen Daten des Teams sollen ein völlig anderes Bild zeigen.

Mercedes soll eigentlich vorne liegen

Zum Verständnis: Laut FIA besitzt Red Bull aktuell den stärksten Verbrennungsmotor im Feld. Das hat direkte Folgen für die Entwicklung der Antriebe.

Formel 1 Andrea Kimi Antonelli Mercedes Monaco 2026
Andrea Kimi Antonelli. Credit: Mercedes

Denn das neue ADUO-System soll Herstellern helfen, Leistungsnachteile aufzuholen. Wer zurückliegt, erhält zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten, mehr Prüfstandstunden und zusätzliche Budget-Spielräume.

Während Mercedes laut FIA mehr als zwei Prozent hinter Red Bull liegen soll und deshalb von zusätzlichen Entwicklungsmöglichkeiten profitieren könnte, werden Ferrari und die übrigen Hersteller sogar noch weiter zurück eingestuft.

Bei Red Bull sorgt das für Verwunderung. Teamchef Laurent Mekies hatte noch vor wenigen Monaten erklärt, dass Mercedes beim Verbrennungsmotor deutlich voraus sei. „Mercedes liegt weit vor den meisten von uns“, sagte der Franzose damals.

FIA überprüft ihre Daten

Immerhin: Red Bulls Protest beim Weltverband hatte Erfolg. Nach den entsprechenden Rückfragen von Red Bull hat die FIA nun zugesagt, ihre Auswertung noch einmal zu überprüfen.

Dabei sollen insbesondere die Leistungsdaten der Sensoren analysiert werden, die seit Saisonbeginn in allen Fahrzeugen verbaut sind und die Motorleistung überwachen.

Eine Kehrtwende bedeutet die neue Untersuchung allerdings noch nicht automatisch. Die FIA will vor allem sicherstellen, dass die ursprüngliche Bewertung korrekt zustande gekommen ist.

Große Bedeutung für die Zukunft

Der Streit ist alles andere als ein Detail. Sollte Red Bull tatsächlich als stärkster Motorenhersteller eingestuft bleiben, verliert das Team wichtige Entwicklungsmöglichkeiten im Rahmen des ADUO-Systems.

Für die Konkurrenz wäre das ein Vorteil. Mercedes und Ferrari könnten ihre Antriebe mit zusätzlichen Updates weiterentwickeln, während Red Bull weitgehend auf dem aktuellen Stand bleiben müsste. Weitere Überprüfungen der Motorenleistung sind nach den Grands Prix von Ungarn und Mexiko geplant. 

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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