Nach dem Strafenhagel in Monaco könnte es zur Veränderung des Rennergebnisses kommen. Nach einem Team-Protest kommt es zur Anhörung.
Der Monaco-GP 2026 könnte Tage nach Rennende noch ein Nachspiel haben. Die FIA hat offiziell bestätigt, dass der Protest von Alpine gegen die Strafen von Pierre Gasly geprüft wird. Damit steht sogar eine nachträgliche Änderung des Rennergebnisses im Raum.
Wie der Automobil-Weltverband bekanntgab, findet am Donnerstag in Barcelona eine offizielle Anhörung statt. Dabei geht es um Alpines Antrag auf eine Überprüfung der beiden Fünf-Sekunden-Strafen gegen Pierre Gasly.

Der Franzose hatte den Monaco-GP ursprünglich auf Rang drei beendet und damit sein erstes Podium der Saison eingefahren. Nach zwei Strafen wegen angeblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Boxengasse fiel er jedoch auf Platz sieben zurück.
Gasly zeigte sich nach dem Rennen „am Boden zerstört“ und forderte die FIA auf, den Fall erneut zu untersuchen.
Hadjars Monaco-Podium in Gefahr
Sollte die FIA neue und entscheidende Beweise anerkennen, könnte das Verfahren in die nächste Runde gehen. Dann würden die Rennkommissare die beiden Strafen noch einmal vollständig überprüfen. Im Extremfall könnten diese sogar aufgehoben werden.
Davon würde direkt Isack Hadjar betroffen sein. Der Red-Bull-Pilot erbte nach den Strafen den dritten Platz und feierte damit sein erstes Formel-1-Podium mit seinem neuen Team.

Werden Gaslys Strafen zurückgenommen, würde der Alpine-Pilot wieder auf Rang drei vorrücken. Hadjar müsste seinen Podestplatz nachträglich wieder abgeben.
Warum gab es überhaupt die Strafen?
Gasly war nicht der einzige Fahrer, den die Rennleitung in Monaco erwischte. Auch Lewis Hamilton, George Russell, Oscar Piastri und Franco Colapinto kassierten Zeitstrafen wegen Überschreitungen des Tempolimits in der Boxengasse.
Auffällig dabei: Alle Fahrer lagen laut FIA lediglich 0,1 km/h über dem erlaubten Wert.
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Der Hintergrund ist eine Besonderheit der Monaco-Boxengasse. Durch einen kleinen Knick am Eingang können Fahrer einige Meter Wegstrecke einsparen. Wer sein Tempo exakt auf die erlaubten 60 km/h abstimmt und dabei die kürzere Linie fährt, kann laut Messung bereits minimal über dem Limit liegen. Genau dieser Umstand sorgt nun für Diskussionen.
Die Anhörung in Barcelona entscheidet zunächst nur darüber, ob genügend neue Beweise für eine Wiederaufnahme des Falls vorliegen. Erst wenn die FIA dies bestätigt, wird über die eigentlichen Strafen erneut verhandelt.
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