Formel 1: GP Niederlande

Die Formel 1 gastiert an diesem Wochenende in Zandvoort. Alle Ergebnisse, Trainingsberichte, News zu Qualifying und Rennen 2025 gibt es hier. Sky überträgt live – alle TV-Infos hier.
Viel Action im zweiten Freien Training der Formel 1 in Zandvoort: McLaren setzte sich mit Lando Norris und Oscar Piastri erneut an die Spitze, doch die Session war geprägt von Ausrutschern, roten Flaggen und einem kuriosen Crash in der Boxengasse.
Für Aufregung sorgte ein Zwischenfall 20 Minuten vor Schluss: Oscar Piastri lenkte nach einem Schlenker plötzlich zurück auf die Fast Lane und kollidierte mit George Russell. „Fucking Jesus! Oh mein Gott!“, fluchte der Mercedes-Pilot am Funk und erklärte: „Piastri bog an die Box ab, ich überholte links, und dann lenkte er einfach in mich rein.“
Sportlich hatte am Ende wieder McLaren das Sagen: Norris mit 1:09.890 Minuten vor Fernando Alonso im erstarkten Aston Martin und Piastri. Russell wurde Vierter, Max Verstappen Fünfter.
Lewis Hamilton (Ferrari) blieb nach einem Dreher in Kurve 9 auf Platz sechs hängen, knapp vor Yuki Tsunoda und Teamkollege Charles Leclerc. Der Monegasse funkte schon im ersten Training entnervt: „Wir sind meilenweit weg. Meilenweit.“
Für Lance Stroll endete das Training nach zehn Minuten spektakulär. Der Aston-Martin-Pilot verlor in der Hugenholtzbocht die Kontrolle und krachte in die Barrieren. Wurz analysierte trocken: „Er geht früh ans Gas, das Auto hat hinten überhaupt keinen Grip mehr, er versucht es durchzuziehen, ist dann am Dreck draußen und dreht sich. Unterm Strich ein Fahrfehler.“
Brisant: Der Crash erinnerte an Daniel Ricciardos Unfall 2023 in der gleichen Kurve. Damals brach sich der Australier das Handgelenk. Entsprechend besorgt fragte Augenzeuge Verstappen jetzt am Funk: „Sind seine Hände okay? Ich habe gesehen, wie er in die Mauer eingeschlagen hat!“ Glück im Unglück für Stroll: Er blieb unverletzt.
Auch Isack Hadjar sorgte für eine Unterbrechung. „Ich habe keine Power“, meldete der Racing-Bulls-Pilot, stellte sein Auto mit technischem Defekt ab und musste aussteigen. Williams-Mann Alexander Albon landete in der Tarzanbocht im Kiesbett und beschädigte seinen Frontflügel.
Am Ende gab es gleich zwei rote Flaggen und ein virtuelles Safety-Car – ein Training voller Fehler, wie Wurz es zusammenfasste: „Da sehen die Fans, wie schwierig die Autos zu fahren sind und wie schmal der Grat ist, auf dem sich die Fahrer bewegen.“
Weiter geht’s am Samstag mit dem dritten freien Training und dem Qualifying.
1. Lando Norris (GB), McLaren, 1:09,890 min
2. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:09,977
3. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:09,979
4. George Russell (GB), Mercedes, 1:10,274
5. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:10,478
6. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:10,738
7. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:10,795
8. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:10,834
9. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:10,957
10. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:11,080
11. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:11,113
12. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:11,185
13. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:11,320
14. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:11,339
15. Esteban Ocon (F), Haas, 1:11,361
16. Carlos Sainz (E), Williams, 1:11,682
17. Alex Albon (T), Williams, 1:11,756
18. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:11,975
19. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:12,112
20. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, keine Zeit
McLaren fährt der Konkurrenz davon! Im ersten Freien Training in Zandvoort setzte sich Lando Norris vor Teamkollege Oscar Piastri an die Spitze. Lokalmatador Max Verstappen sorgte für einen kuriosen Ausrutscher, Ferrari rätselt über fehlende Pace.
Kaum war die Sommerpause vorbei, machten die Papaya-Boys dort weiter, wo sie aufgehört haben. Oscar Piastri legte zunächst eine 1:10.570 vor, doch Lando Norris unterbot die Zeit noch einmal deutlich – 0,292 Sekunden schneller. Dahinter die Überraschung: Aston Martin! Lance Stroll auf Rang drei, Fernando Alonso direkt dahinter. Erst dann folgte Williams-Pilot Alexander Albon – und erst auf Platz sechs Weltmeister Max Verstappen.
Für Verstappen war es kein Auftakt nach Maß. Zwar hielt er sich im vorderen Drittel, doch in der legendären Tarzanbocht rutschte er nach einer Startübung ins Kiesbett. ORF-Experte Alexander Wurz staunte: „Ein seltener Fahrfehler. Er hat den Grip komplett falsch eingeschätzt.“
Schon vor dem Wochenende hatte Verstappen gewarnt, dass die vielen langsamen und mittelschnellen Kurven in Zandvoort Red Bull Probleme bereiten könnten. Teamkollege Yuki Tsunoda kam mit praktisch identischem Material nicht über Platz 16 hinaus und war fast eine Sekunde langsamer als Verstappen. Der Japaner verlor im direkten Vergleich satte 0,908 Sekunden.
Ganz bitter lief es für Ferrari. Charles Leclerc funkte frustriert: „Wir sind meilenweit weg. Meilenweit!“ Am Ende lag er mit 1,673 Sekunden Rückstand nur auf Platz 14, Lewis Hamilton kam gar nicht über Rang 15 hinaus. Leclerc klagte zusätzlich über Probleme bei vollem Tank. Die Scuderia wirkt zum Auftakt ratlos.
Nico Hülkenberg landete im Sauber auf Platz 13 – 1,597 Sekunden hinter Norris. Mercedes-Youngster Andrea Kimi Antonelli erlebte dagegen einen denkbar unglücklichen Restart nach der Sommerpause. Nach einem Bremsfehler in Kurve 9 steckte er im Kiesbett fest. „Zu schnell, zu spät gebremst“, analysierte Wurz.
Ralf Schumacher zeigte im Sky-Mikrofon Verständnis: „Das gehört bei jungen Fahrern dazu. Er muss Erfahrung sammeln – Fehler sind Teil des Geschäfts.“
1. Lando Norris (GB), McLaren, 1:10,278 min
2. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:10,570
3. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:10,779
4. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:10,841
5. Alex Albon (T), Williams, 1:11,171
6. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:11,218
7. George Russell (GB), Mercedes, 1:11,386
8. Carlos Sainz (E), Williams, 1:11,458
9. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:11,509
10. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:11,613
11. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:11,753
12. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:11,772
13. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:11,875
14. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:11,951
15. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:11,960
16. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:12,126
17. Esteban Ocon (F), Haas, 1:12,144
18. Franco Colapinto (RA), Williams, 1:12,276
19. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:12,564
20. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:14,275
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