Sebastian Vettel könnte bald für Deutschland fahren. Copyright: Ferrari

Sebastian Vettel für Deutschland als Goldjunge bei Olympia? Geht es nach dem hochrangigen FIA-Funktionär Lars Österlind (70) ist das keine Utopie, sondern Zukunftsmusik. Der Schwede Österlind, ehemaliger FIA-Vizepräsident und heutiges Mitglied im World Council des Automobilverbandes, denkt ernsthaft darüber nach, Motorsport olympisch zu machen. Möglich wäre das, weil die FIA seit Ende 2011 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ist und deshalb auch das Recht hat, neue Sportarten für Olympische Spiele vorzuschlagen. Die leise und umweltorientierte Formel E mit ihren Einheitschassis und -motoren wäre, so Österlind, die optimale Serie, um bei Olympia die Autos zu stellen.

Realistisch wäre ein Rennen auf einem Straßenkurs aber erst bei Olympia 2020 in Tokio. Das normale Prozedere ist, dass das jeweilige Nationale Olympische Komitee (NOC) eines Landes drei Sportler für jede Disziplin nominiert – in diesem speziellen Fall in enger Absprache mit den jeweiligen Motorsportverbänden. In Deutschland würden im Moment die drei Formel-1-Piloten Sebastian Vettel, Nico Rosberg und Nico Hülkenberg das Olympia-Ticket bekommen. In Großbritannien sicher Lewis Hamilton und Jenson Button, in Spanien beispielsweise Doppel-Weltmeister Fernando Alonso und Carlos Sainz. Fahrer wie Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve finden die Vision Österlinds jedenfalls herausragend. Villeneuve zu F1-Insider.com: „Ich würde sofort an Olympischen Spielen teilnehmen. Ich glaube alle anderen auch.“ Unrealistisch sei das nicht. „Denn“, so der Kanadier, „wer hätte vor 30 Jahren gedacht, dass wir einmal Tennis mit den besten Spielern der Welt im olympischen Programm haben. Heute ist der Sport bei Olympia schon Standard und nicht mehr wegzudenken.“

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