Le Mans: Toyota wieder Favorit

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Toyota fährt in diesem Jahr zum letzten Mal mit dem LMP1
Toyota fährt in diesem Jahr zum letzten Mal mit dem LMP1

Toyota fährt in diesem Jahr zum letzten Mal mit dem LMP1. Beeindruckende Evolution über die Jahre. Rebellion und ByKolles siegfähig?

Diese Zahlen sind beeindruckend: Seit dem Debüt im Jahr 2016 hat der Toyota TS050 Hybrid auf eine Runde beim 24 Stundenrennen von Le Mans rund vier Sekunden zugelegt. Noch beeindruckender ist der Vergleich zum Toyota-Debüt 2012: Seither wurde der LMP1-Hybridflitzer rund zehn Sekunden schneller, braucht aber gleichzeitig 35 Prozent weniger Sprit.

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Kurzum: Die LMP1 sind die technologisch hochwertigsten und effizientesten Sportwagen, die in Le Mans je am Start waren. Echte Hightech-Renner. 2019 kam Toyota pro Auto mit etwa 1600 Liter Sprit über die Distanz. Mit dem GT-One vor 20 Jahren waren es rund 800 Liter mehr, obwohl die Rundenzeiten damals fast 18 Sekunden langsamer waren.

Die hohe Effizienz generiert Toyota vor allem durch die beiden Bremsenergie-Rückgewinnungssysteme. 2012 konnte damit 27 Prozent der Bremsenergie wiederverwertet werden, heute sind es mehr als 60 Prozent. Mit dieser Energie wird an Vorder- und Hinterachse  je ein Elektromotor betrieben, der zusätzlich zum 2,4-Liter-V6-Turbo (500 PS) noch mal rund 500 PS Extra-Leistung bringt.

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REBELLION RACING

Diese Zahlen lassen schon ahnen: Toyota ist auch 2020 wieder Favorit bei den 24 Stunden von Le Mans. Nach dem Rückzug von Ginetta sind sowieso nur noch fünf LMP1-Autos gemeldet – so wenige wie noch nie zuvor. Während Alpine in dieser Woche den Einstieg mit einem LMP1 ab 2021 verkündet hat, setzt Toyota dann genau wie ByKolles auf ein Hypercar.

Toyota ohne Reichweitenvorteil

Um die Chancen zwischen Toyota und den beiden Herausforderern Rebellion und ByKolles anzugleichen, wird Toyota 2020 mit einem um sieben Kilogramm erhöhten Gewicht fahren müssen (895 statt 888 kg). Die Rennwagen von Rebellion und ByKolles, die von einem 4,5-Liter-V8-Sauger angetrieben werden, wiegen nur 831 Kilogramm.

Dazu schrumpft auch der Reichweitenvorteil. Rebellion und ByKolles dürfen jetzt 55,4 Liter im Tank haben, Toyota nur 35,1 Liter. Dafür leistet der Toyota mehr als 1000 PS, die Gibson-Motoren von Rebellion und ByKolles bringen es nur auf 700 Pferdestärken.

Interessant wird vor allem die Frage, welcher Toyota siegen wird. Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima holten sich in den letzten beiden Jahren mit Fernando Alonso den Le-Mans-Sieg. Alonso wurde inzwischen durch Brendon Hartley ersetzt. In diesem Jahr scheint das Schwesterauto mit Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López am Steuer schneller zu sein. In der WM liegen sie auch vorn.

Rebellion bringt für seinen letzten Le-Mans-Auftritt einen zweiten Rennwagen, in dem unter anderem der frühere Sieger Romain Grosjean sitzt. Bei ByKolles wird Bruno Spengler sein Le-Mans-Debüt geben.

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