Ferraris Siegesserie ist gerissen: Toyota gewinnt die 24 Stunden von Le Mans 2026 und holt den ersten Triumph seit 2022.
Toyota ist zurück auf dem Langstrecken-Thron. Bei der 94. Auflage der 24 Stunden von Le Mans setzte sich der #7 Toyota GR010 Hybrid von Kamui Kobayashi, Mike Conway und Nyck de Vries gegen die starke Konkurrenz durch und beendete damit Ferraris dreijährige Siegesserie.
Nach 382 Runden und mehr als 5.200 Kilometern überquerte Kobayashi die Ziellinie als Sieger. Für Toyota ist es bereits der sechste Gesamtsieg beim berühmtesten Langstreckenrennen der Welt und der erste Erfolg seit 2022.
BMW macht Toyota bis zum Schluss Druck
Lange Zeit sah es nach einem offenen Dreikampf zwischen Toyota, BMW und Cadillac aus. Besonders der #20 BMW M Hybrid V8 mit René Rast, Robin Frijns und Sheldon van der Linde entwickelte sich zum größten Herausforderer der Japaner.

In der Schlussphase kam BMW sogar noch einmal gefährlich nahe. Robin Frijns arbeitete sich nach einem starken Stint bis auf wenige Sekunden an die Spitze heran. Doch Toyota konterte clever.
Das Schwesterauto mit Sébastien Buemi spielte dabei eine wichtige Rolle. Der Schweizer verzichtete bei einem späten Boxenstopp auf einen Reifenwechsel und konnte den heranstürmenden BMW wertvolle Minuten lang aufhalten. Am Ende brachte Kobayashi den Vorsprung sicher ins Ziel.
Der Lohn für BMW: Platz zwei und das erste Le-Mans-Podium seit dem legendären Gesamtsieg von 1999.
Toyota überrascht mit Strategie-Coup
Dabei hatte Toyota das Wochenende alles andere als optimal begonnen. Nach einem enttäuschenden Qualifying starteten die beiden GR010 Hybrid lediglich von den Positionen 14 und 15.
Die Antwort der Ingenieure: eine mutige Strategie. Beide Autos kamen bereits nach wenigen Runden zum ersten Boxenstopp, entgingen dadurch dem Verkehr und konnten ihre starke Rennpace ausspielen. Nach einer frühen Safety-Car-Phase waren die Toyota wieder im normalen Rhythmus und kämpften fortan an der Spitze.
Cadillac lange im Siegkampf
Auch Cadillac mischte über weite Strecken vorne mit. Der #12 Jota-Cadillac von Will Stevens, Norman Nato und Alex Lynn führte zwischenzeitlich sogar das Rennen an und gehörte bis zum Sonntagmittag zu den Siegkandidaten.

Am Ende fehlte jedoch das letzte Quäntchen Tempo. Das Trio verpasste als Vierter knapp das Podium.
Für den zweiten Cadillac mit der #38 endete das Rennen vorzeitig. Ein Defekt an der Servolenkung sorgte am Sonntagmorgen für den ersten Ausfall in der Hypercar-Klasse.
Ferrari muss sich geschlagen geben
Nach den Gesamtsiegen 2023, 2024 und 2025 ging Ferrari diesmal leer aus. Die Italiener gehörten schon vor dem Rennen nicht zu den Top-Favoriten und konnten das Tempo von Toyota und BMW über weite Strecken nicht mitgehen.
Der beste Ferrari landete auf Rang fünf. Auch der Vorjahressieger um Robert Kubica blieb ohne Chance auf den Gesamtsieg.
Genesis beeindruckt beim Debüt
Für positive Schlagzeilen sorgte Le-Mans-Neuling Genesis. Die Koreaner hatten bereits im Qualifying mit den Startplätzen sechs und neun überrascht und zeigten auch im Rennen eine starke Leistung.

Das Auto des deutschen Le-Mans-Rekordsiegers André Lotterer lag lange aussichtsreich in den Top Ten, ehe ein Aufhängungsschaden das Aus bedeutete. Der zweite Genesis landete auf Platz elf.
Trotz des Rückschlags dürfte der erste Le-Mans-Auftritt für Genesis als Erfolg gewertet werden.
24h Le Mans 2026
Ergebnis
| Position | Startnr. | Fahrer | Hersteller |
| 1 | 7 | M. Conway K. Kobayashi N. de Vries | Toyota |
|---|---|---|---|
| 2 | 20 | R. Frijns R. Rast S. van der Linde | BMW |
| 3 | 8 | S. Buemi B. Hartley R. Hirakawa | Toyota |
| 4 | 12 | L. Délétraz W. Stevens N. Nato | Cadillac |
| 5 | 51 | A. Pier Guidi J. Calado A. Giovinazzi | Ferrari |
| 6 | 35 | A. Felix da Costa C. Milesi F. Habsburg | Alpine |
| 7 | 83 | Y. Ye R. Kubica P. Hanson | Ferrari |
| 8 | 007 | H. Tincknell T. Gamble R. Gunn | Aston Martin |
| 9 | 101 | R. Taylor J. Taylor F. Albuquerque | Cadillac |
| 10 | 36 | F. Makowiecki J. Gounon V. Martins | Alpine |
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!