Hubert-Unfall: F1 verstärkt Reifenstapel in Spa

Im Rahmenprogramm des Belgien-GP verunglückte 2019 der Formel-2-Fahrer Anthoine Hubert schwer. Credit: F2/YT
Im Rahmenprogramm des Belgien-GP verunglückte 2019 der Formel-2-Fahrer Anthoine Hubert schwer. Credit: F2/YT
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Im Rahmenprogramm des Belgien-GP verunglückte 2019 der Formel-2-Fahrer Anthoine Hubert schwer. Das sind die Sicherheits-Updates an der Strecke.

Die Formel-1-Szene reist mit einem mulmigen Gefühl im Bauch nach Spa. Hier ereignete sich vor einem Jahr ein schwerer Unfall, bei dem Formel-2-Pilot Anthoine Hubert tödliche Verletzungen davontrug. Hubert war beim Aufprall in die Reifenstapel ausgangs Eau Rouge mit Tempo 216 einer Belastung von 65,1G ausgesetzt, also dem 65-fachen seines Körpergewichts. Noch schlimmer: Sein Auto wurde zurück auf die Bahn getroffen und – als es zum Stillstand kam – mit voller Wucht von Juan Manuel Correa getroffen. Dabei wurde Hubert sogar einer Belastung von 81,5G ausgesetzt.

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Für das Rennen 2020 hat der Automobilweltverband FIA reagiert: Die Reifenstapel wurden ausgangs der Mutkurve Eau Rouge verlängert und verstärkt: Nun stehen vier Reihen Reifenstapel zum kontrollierteren Abbremsen der Fahrzeuge bei einem Unfall vor der Leitplanke.

Viele Fahrer trauern noch heute um Hubert. Ferrari-Pilot Charles Leclerc sagt: „Die Rennstrecke hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Hier habe ich zwar meinen ersten Sieg errungen, aber wir haben hier auch unseren Freund Anthoine im vergangenen Jahr verloren. Es wird schwierig sein, auf diese Strecke zurückzukehren, und er wird das ganze Wochenende in unseren Gedanken sein.“

Alpha Tauri-Pilot Pierre Gasly legte bereits einen Blumenstrauß an der Unfallstelle ab und pflichtet bei: „Wir waren zusammen in derselben Schule, die vom französischen Motorsportverband organisiert wurde, von meinem 13. bis 19. Lebensjahr. Ich denke, jeder im Fahrerlager wird sich die Zeit nehmen, um an ihn zu denken.“

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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