Formel 1

Ferrari-Star enthüllt: „Ich kann nicht ganz natürlich fahren“

Formel 1 Charles Leclerc Ferrari Spa 2026
Charles Leclerc. Credit: Ferrari
Alex Warneke
Alex Warneke

Charles Leclerc kommt mit dem Ferrari immer besser zurecht. Doch der Monegasse verrät, warum er den SF-26 noch immer nicht ganz natürlich fahren kann.

Charles Leclerc befindet sich bei Ferrari weiter im Aufwind. Nach seinem Sieg in Silverstone legte der Monegasse beim Großen Preis von Belgien mit Platz zwei nach. Dennoch sieht der Ferrari-Star bei sich und seinem Auto weiterhin Verbesserungspotenzial.

Noch vor wenigen Rennen hatte Leclerc große Schwierigkeiten mit dem SF-26. Vor allem beim Bremsen fehlte ihm das nötige Vertrauen, zudem kämpfte er immer wieder mit der Balance und dem Gefühl für seinen Ferrari.

Formel 1 Charles Leclerc Ferrari Spa 2026
Charles Leclerc. Credit: Ferrari

Beim Rennwochenende in Silverstone gelang Leclerc jedoch offenbar der Durchbruch. Bei der Analyse der Daten entdeckte er am Freitagabend einen Ansatz, mit dem er seinen Fahrstil besser an die Eigenheiten des Autos anpassen konnte. Das Ergebnis: Leclerc schlug Lewis Hamilton im Qualifying und gewann anschließend das Rennen.

Auch in Spa bestätigte der Ferrari-Pilot seinen Aufwärtstrend. Obwohl die Strecke aufgrund der fehlenden Höchstgeschwindigkeit eigentlich nicht optimal zum SF-26 passen sollte, fuhr Leclerc auf den zweiten Platz und kam weniger als zwei Sekunden hinter Sieger Kimi Antonelli ins Ziel.

Leclerc: „Es gibt noch Dinge, die ich umfahren muss“

Trotz der zwei starken Ergebnisse in Folge sieht sich Leclerc noch nicht am Ziel. Der Ferrari-Star erklärt, dass er beim Verständnis seines Autos zwar einen wichtigen Schritt gemacht habe, aber weiterhin Kompromisse eingehen müsse.

„Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich einen Schritt nach vorne gemacht habe. Ob ich schon auf dem Niveau bin, auf dem ich sein möchte? Noch nicht“, erklärt Leclerc.

Vor allem die Tatsache, dass er seinen Fahrstil weiterhin an bestimmte Schwächen des Autos anpassen muss, kostet ihn nach eigener Einschätzung noch Performance.

Formel 1 Charles Leclerc Ferrari Spa 2026
Charles Leclerc. Credit: Ferrari

„Es gibt immer noch Dinge am Auto, die ich mit meinem Fahrstil umfahren muss. Ich kann nicht ganz natürlich fahren, und das bremst mich in einigen Phasen des Rennens ein“, gibt der Ferrari-Pilot zu. „Es gibt also noch Dinge, an denen ich arbeiten muss, um besser zu werden. Aber es war definitiv ein Schritt nach vorne, und darüber bin ich glücklich.“

Leclerc warnt vor wechselnden Kräfteverhältnissen

Trotz des jüngsten Aufschwungs will Leclerc nicht davon ausgehen, dass Ferrari nun automatisch bei jedem Rennen um Siege kämpfen kann. Gerade die neue Formel-1-Generation mache es schwierig, die Performance von einer Strecke auf die nächste zu übertragen.

„Ich werde weiterhin von Rennen zu Rennen denken, denn mit diesen Autos ist es sehr schwierig, sicher zu sein, dass nach einem guten Wochenende auch das nächste gut läuft. Es hängt von so kleinen Details ab“, erklärt Leclerc. „Bei dem, was man mit seinem Fahrstil macht, ist nie garantiert, dass man von einer Runde zur nächsten die gleiche Energiebereitstellung bekommt. Das ist vielleicht das Frustrierende an diesen Autos.“

In der Weltmeisterschaft liegt Leclerc nach seinen beiden Podestplätzen in Silverstone und Spa weiterhin hinter seinem Ferrari-Teamkollegen Lewis Hamilton. Der Rückstand auf den derzeitigen WM-Zweiten beträgt 33 Punkte.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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