Audi tastet sich in Barcelona Schritt für Schritt in die neue Formel-1-Ära vor: Realistische Einschätzungen von Nico Hülkenberg und Technikchef James Key.
Langsam kommt der neuen Audi R26 ins Rollen. Nach zwei Roten Flaggen am Montag und Dienstagvormittag kam der neue deutsche Silberpfeil dann doch noch zum Fahren. Am Ende von Testtag zwei standen 318 Kilometer für Audi zu Buche – mehr als eine komplette Grand-Prix-Distanz und ein Hoffnungsschimmer für Starpilot Nico Hülkenberg.
„Ja, es war ein etwas langsamer Start für uns“, räumt der Emmeriche ein, „aber dann haben wir alles besser in den Griff bekommen und hatten einen sehr produktiven Nachmittag. Wir haben ein paar Dinge entdeckt und getestet, darauf werden wir jetzt aufbauen.“
Audi-Technikchef ordnet Test ein

Dass Audi in den inoffiziellen Zeitenlisten noch am Ende steht, sein kein Drama.„Dieser Test dient im Grunde dazu, ein sehr neues Auto zu verifizieren“, erklärt Technikchef James Key. „Das gilt natürlich für alle, aber besonders für uns mit der ersten Audi-Power-Unit überhaupt. Es geht hier also vor allem um Zuverlässigkeit und das Verständnis der Grundlagen.“
Dazu gehören auch Kinderkrankheiten. Key: „Wenn wir von Anfang an komplett fehlerfrei gefahren wären, wäre das eine sehr angenehme Überraschung gewesen.“ Auch das fehlende Tempo macht dem Briten noch keine Sorgen. „Das hier ist in erster Linie ein mechanischer Test. Die Performance wird später zur Priorität. Es ist definitiv nicht der Zeitpunkt, auf Rundenzeiten zu schauen. Es geht um die Details.“
Hülkenberg optimistisch
Auch Hülkenberg beschreibt die Lage positiv. „Natürlich ist es noch früh, aber alle sind zufrieden. Es ist noch ein langer Weg von hier bis Bahrain und natürlich bis zu den ersten Rennen, aber ich denke, alle sind sehr glücklich, positiv gestimmt und freuen sich auf die kommende Saison.“
Fazit des Emmerichers: „Wir stehen wirklich noch ganz am Anfang. Es gibt einfach unglaublich viele Dinge zu erforschen und zu entdecken, aber genau das ist das Großartige an neuen Autos.“
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