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Mick Schumacher vor Härtetest: So paukt er vorm Oval

Mick Schumacher Indycar 2026
Mick Schumacher. Credit: Rahal Letterman Lanigan Racing Honda

Premiere auf ungewohntem Terrain: Mick Schumacher steht vor seinem ersten Ovaltest in der IndyCar.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Premiere auf ungewohntem Terrain: Mick Schumacher steht vor seinem ersten Ovaltest in der IndyCar.

Der Countdown läuft: In wenigen Tagen fährt Mick Schumacher erstmals auf einem Ovalkurs. Bevor Ende Februar sein IndyCar-Debüt in St. Petersburg ansteht, geht es für den Deutschen zunächst auf ungewohntes Terrain.

Mick Schumacher muss noch pauken

Bei den IndyCar-Medientagen sprach Schumacher offen über seine Vorbereitung und den vielleicht größten Unterschied zu seiner Zeit in der Formel 1. „Der Übergang lief bisher rund, vor allem beim Fachvokabular muss ich jedoch noch etwas pauken. Auch die Metriken sind anders. Es gibt hier keine Meter, sondern Feet oder Yards!“, erklärt der 26-Jährige. Unterstützung bekommt er dabei vom Team Rahal Letterman Lanigan, das ihn Schritt für Schritt an die US-Serie heranführt.

Mick Schumacher Indycar 2026
Mick Schumacher. Credit: Indycar

Aber nicht nur die Maßeinheiten sind anders, auch die Rennsprache: Aus „Übersteuern“ wird in den USA „loose“, aus „Untersteuern“ „tight“. Kleinigkeiten, die im Ernstfall aber entscheidend sein können. 

Auch personell ist alles angerichtet: Renningenieur Mike Pawlowski betreut Schumacher künftig am Kommandostand und bringt viel Oval-Erfahrung mit. Zusätzlich unterstützt Fahrercoach Ryan Briscoe, der 2025 maßgeblich an der überraschenden Indy-500-Pole von Robert Shwartzman beteiligt war.

Zwei Ovaltests stehen an

Trotz der großen Aufmerksamkeit rund um das legendäre Indy 500 bleibt Schumacher cool. „Ich will jedes Rennen als Aufgabe für sich sehen und mich dementsprechend konzentrieren“, sagt er. Der Fokus liegt zunächst auf dem kompakten Phoenix-Oval, wo er Anfang März sein zweites Saisonrennen bestreiten wird.

Zuvor stehen zwei wichtige Tests an: ein Privattest in Homestead-Miami am 4. Februar und ein öffentlicher Test in Phoenix (17./18.2.). „Dort gilt es zu lernen, wie die Linien oben und unten funktionieren. Dazu kommen die wirklich speziellen Luftverwirbelungen“, erklärt Schumacher. Teamkollege Graham Rahal soll dabei helfen, schneller ein Gefühl für das Ovalfahren im Verkehr zu entwickeln.

Spotter statt Rückspiegel

Neu für Schumacher sind auch die sogenannten Spotter, Teammitglieder auf der Tribüne, die den Fahrer per Funk durch den Verkehr lotsen. Schumacher pragmatisch: „Die Spotter werden eine Herausforderung. Da ich als Fahrer immer hohen Wert auf Informationen am Funk gelegt habe, kommt mir das aber sehr gelegen.“

Mick Schumacher Indycar 2026
Mick Schumacher. Credit: Indycar

Fest steht: Schumacher ist nicht mehr derselbe wie in der Formel 1. „Seitdem habe ich mich menschlich weiterentwickelt“, räumt er ein. „Aus der puren Begeisterung wurde ein strukturierter Ansatz. Ich weiß heute, was ich will und was ich der Mannschaft geben kann. Das war beim F1-Debüt naturgemäß anders“, so der ehemalige Formel-2-Champion.

Besonders freut sich Schumacher auf den neuen Stadtkurs von Arlington, den Saisonauftakt in St. Petersburg und das Finale in Laguna Seca. Doch erst einmal zählt der nächste Schritt: die ersten echten Ovalrunden. Still, konzentriert – und mit deutlich mehr Erfahrung im Gepäck als noch zu Beginn seiner Formel-1-Karriere.

Premiere auf ungewohntem Terrain: Mick Schumacher steht vor seinem ersten Ovaltest in der IndyCar.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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