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Motoren-Update für Mercedes-Teams: Kunden bekommen mehr PS

Formel 1 Carlos Sainz Williams 2026
Carlos Sainz. Credit: Joe Portlock/Getty Images

Mercedes legt zum Saisonstart nach: Kunden-Teams sollen in Melbourne erstmals die neueste Motor-Spezifikation bekommen und damit einen kleinen Performance-Schub.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mercedes legt zum Saisonstart nach: Kunden-Teams sollen in Melbourne erstmals die neueste Motor-Spezifikation bekommen und damit einen kleinen Performance-Schub.

PS-Upgrade für die Mercedes-Kudnen? Kurz vor dem ersten Rennen der Formel-1-Saison in Melbourne deutet sich womöglich eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses an. Nach dem Mercedes-Werksteam sollen auch McLaren, Alpine und Williams erstmals die neueste Rennversion der Mercedes-Power-Unit bekommen. 

Hintergrund: Während der Tests setzte Mercedes bewusst auf zwei unterschiedliche Spezifikationen. Die Kundenteams fuhren mit einer bewährten Version, um ihr Programm sauber abzuarbeiten und Zuverlässigkeit zu testen. Die neueste Entwicklungsstufe blieb zunächst dem Werksteam vorbehalten. Womöglich auch, um die wahre Power des Antriebs noch nicht offenlegen zu müssen.

Formel 1 Franco Colapinto Alpine 2026
Nach dem Mercedes-Werksteam sollen auch McLaren, Alpine und Williams erstmals die neueste Rennversion der Mercedes-Power-Unit bekommen.

Motor-Regeln sorgen für Gleichheit

Damit ist es in Australien nun vorbei. Die Formel-1-Regularien sind eindeutig: Sobald die Saison beginnt, müssen Werksteam und Kunden mit identischer Motor-Spezifikation fahren. Heißt: Mercedes darf keinen Vorteil zurückhalten. Kunden und Werksteam werden gleichberechtigt behandelt.

„Ich möchte nicht zu sehr auf Hardware-Spezifikationen eingehen“, verrät McLaren-Teamchef Andrea Stella. „Das ist Teil der Strategie von Mercedes bei der Versorgung von Werksteam und Kunden. Wichtig ist vor allem, dass für das erste Rennen die richtige Spezifikation verfügbar ist. Die Power Unit im Test war sehr zuverlässig und hat uns erlaubt, alle Programme zu absolvieren und das Zusammenspiel zwischen Motor, Chassis und Fahrer zu verstehen.“ 

Mercedes-Timing ist kein Zufall

Anfang März steht die Homologation an. Danach sind größere Leistungsupdates kaum noch möglich. Entsprechend hoch war der Druck, vor Melbourne die optimale Ausbaustufe festzulegen. Dass Mercedes die finale Version erst intern erprobte, gilt im Fahrerlager als klassische Vorsichtsstrategie.

Vor allem McLaren könnte vom Motor-Upgrade profitieren. Das Team machte bereits bei den Tests einen starken Eindruck. Mehr Leistung würde sie endgültig in den Kreis der Favoriten heben. Aber auch Alpine und Williams hoffen auf einen Schritt nach vorn.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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