Der Saisonstart rückt näher, doch Aston Martin kämpft weiter mit Technikproblemen. Honda kennt inzwischen die Ursache.
Die Zeichen stehen auf Alarm. Nach den enttäuschenden Wintertests in Bahrain hat Honda offenbar die Ursache der massiven Probleme beim neuen Aston-Martin-Antrieb gefunden. Entwarnung gibt es trotzdem nicht.
Auslöser war der Ausfall von Fernando Alonso am zweiten Testtag. Kurz zuvor hatte die Power-Unit ungewöhnlich hohe Drehzahlen erreicht, bevor sie komplett abschaltete. Für Aston Martin war das der Tiefpunkt einer ohnehin schwierigen Testwoche.
Aston Martin leidet unter Hondas Batterieproblem
Honda bestätigte inzwischen, dass ein Batterieproblem Grund für die Schwierigkeiten war. Die Ingenieure analysierten die Daten im Werk im japanischen Sakura und simulierten verschiedene Szenarien auf Prüfständen. Wegen fehlender Komponenten musste Aston Martin das Testprogramm zudem drastisch kürzen. Lance Stroll kam nur auf wenige Installationsrunden, danach wurde der Tag früh beendet.

Honda-Chefingenieur Shintaro Orihara sprach intern von einer „zähen Woche“. Die Ursache ist zwar identifiziert, doch die Arbeit beginnt erst jetzt. Nach Informationen von F1-Insider.com arbeitet Honda im Aufholmodus, eine schnelle Wunderheilung gilt aber als unrealistisch.
Stroll und Newey unter Druck
Im Team versucht das Management derweil, die Moral hochzuhalten. Doch der Druck wächst. „Aston Martin steht vor einer riesigen Zerreißprobe“, sagt Sky-Experte Ralf Schumacher. Durch die Verpflichtung von Adrian Newey, den Wechsel zu Honda und die neue Fabrik seien die Erwartungen sehr hoch gewesen. Auch für Lawrence Stroll steige der finanzielle Druck durch Sponsoren. „Er ist der alleinige Herrscher und trifft alle Entscheidungen. Im Moment sieht es so aus, als würde er keine richtigen treffen.“

Dazu kommen Probleme mit dem Chassis. „Wir sind vier Monate hintendran“, hat Newey kürzlich eingeräumt. „Wir hatten Probleme mit dem neuen Windkanal. Das CoreWeave-System war erst Mitte April einsatzbereit. Während andere Teams seit Januar ein vollständiges 2026er-Modell getestet haben, mussten wir improvisieren. Das ist ein signifikanter Rückstand.“
Der Saisonauftakt in Australien wird damit zum ersten echten Härtetest. Sollte Honda die Probleme nicht schnell lösen können, droht Aston Martin früh den Anschluss zu verlieren.
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