Formel 1

Beinahe-Crash beim F1-Start: Gefährliche Szene erst nach dem Rennen im TV

Formel 1 Franco Colapinto und Liam Lawson Australien 2026
Franco Colapinto und Liam Lawson. Credit: Simon Galloway/LAT Images

Gefährlicher Moment beim Start zum GP Australien in Melbourne: Franco Colapinto entgeht nur knapp einem Crash. TV-Bilder zeigen die Szene erst nach dem Rennen.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Das hätte auch ganz böse ausgehen können… Beim Start zum Großen Preis von Australien ist es zu einer heiklen Situation gekommen, die zunächst kaum jemand bemerkte. Erst nach dem Rennen zeigten TV-Bilder eine brenzlige Szene zwischen Franco Colapinto und Liam Lawson.

Colapinto kracht beinahe auf Lawson

Der Alpine-Pilot musste auf den ersten Metern abrupt ausweichen, um einen Zusammenstoß mit dem Racing Bulls von Lawson zu verhindern. Dessen Auto kam beim Start nur langsam vom Fleck und stand plötzlich im Weg.

„Ich hatte fast einen riesigen Crash mit Liam, weil er auf dem Grid stehen geblieben ist“, berichtet Colapinto. „Ich hatte wirklich Glück, überhaupt durch die erste Runde zu kommen.“

Formel 1 Franco Colapinto Australien 2026
Franco Colapinto. Credit: Alpine

Der Argentinier verrät auch, dass er den Wagen zunächst gar nicht sehen konnte, weil mehrere Autos vor ihm die Sicht versperrten. Erst im letzten Moment zog er nach rechts.

Colapinto: „Ich hatte wirklich, wirklich Glück. Wir wissen, dass mit diesen neuen Autos Dinge passieren können, aber die Aufnahmen zeigen, dass es sehr gefährlich und ziemlich heikel war. Ich bin froh, dass ich da durchgekommen bin, aber ich habe mit dem rechten Hinterrad leicht die Wand berührt.“

Neue Startprozedur sorgt für Diskussionen

Die Szene ereignete sich kurz nach einer geänderten Startprozedur für die neue Saison. Fahrer haben nun mehrere Sekunden Zeit, den Turbo vor dem Start hochzudrehen. Gleichzeitig gingen die Startlichter ungewöhnlich schnell aus – etwas, das Ferrari-Pilot Charles Leclerc später als „frech“ bezeichnete.

Für Colapinto bleibt die Situation kritisch. „Das Video zeigt, wie gefährlich das war. Es war wirklich sehr brenzlig.“

Sportlich verlief der Grand Prix für den Argentinier ebenfalls enttäuschend. Colapinto kam nur auf Rang 14 ins Ziel. Zudem kassierte er eine Stop-and-Go-Strafe, nachdem ein Teammitglied sein Auto nach dem 15-Sekunden-Signal noch berührt hatte. „Wir hatten an diesem Wochenende einfach nicht die Pace, die wir erwartet hatten“, sagt er. „Es war ein schwieriger Nachmittag.“

Formel 1: Australien Grand Prix 2026
Rennen, Ergebnis

PositionFahrerTeamZeitAbstand
1George RussellMercedes01:22.670 Std.
2Andrea Kimi AntonelliMercedes01:22.41700:02.974
3Charles LeclercFerrari01:22.57900:15.519
4Lewis HamiltonFerrari01:22.42300:16.144
5Lando NorrisMcLaren01:22.35800:51.741
6Max VerstappenRed Bull01:22.09100:54.617
7Oliver BearmanHaas01:24.020+1 Rnd.
8Arvid LindbladRacing Bulls01:24.182+1 Rnd.
9Gabriel BortoletoAudi01:23.257+1 Rnd.
10Pierre GaslyAlpine01:24.486+1 Rnd.
11Esteban OconHaas01:24.424+1 Rnd.
12Alex AlbonWilliams01:24.375+1 Rnd.
13Liam LawsonRacing Bulls01:23.783+1 Rnd.
14Franco ColapintoAlpine01:22.926+2 Rnd.
15Carlos SainzWilliams01:23.590+2 Rnd.
16Sergio PerezCadillac01:26.070+3 Rnd.
17Lance StrollAston Martin01:25.410+15 Rnd.
18Fernando AlonsoAston Martin01:25.713+37 Rnd.
19Valtteri BottasCadillac01:27.364+42 Rnd.
20Isack HadjarRed Bull01:25.239+47 Rnd.
21Oscar PiastriMcLaren
22Nico HülkenbergAudi

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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