Formel 1

Nächster Mario-Kart-Spuch von Verstappen: Lenkt die Formel 1 ein?

Formel 1 Max Verstappen Red Bull China 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool
Bianca Garloff
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Max Verstappen wünscht sich in der Formel 1 wieder mehr Fahrspaß und flüchtet sich schon in Galgenhumor. Doch FIA und F1 könnten bei den Regeln einlenken.

Max Verstappen spart auch vorm zweiten Rennen der neuen Saison in Shanghai nicht mit Kritik an der neuen Formel-1-Generation. Vorm Grand Prix von China macht der viermalige Weltmeister seinem Frust mit einer Portion Ironie Luft.

„Ich habe jetzt eine billigere Lösung gefunden“, sagt der Red-Bull-Star in der offiziellen Pressekonferenz über die Arbeit im Simulator. „Ich habe den Simulator mit meiner Nintendo Switch ausgetauscht und trainiere ein bisschen Mario Kart. Mit den Pilzen funktioniert es schon ganz gut. Mit dem blauen Panzer ist es ein bisschen schwieriger.“ Eine spöttische Bemerkung, die sitzt.

Verstappen vermisst den Spaß in der Formel 1

Der Niederländer stört sich vor allem am stark gestiegenen Anteil elektrischer Leistung und am komplizierten Energiemanagement der aktuellen Fahrzeuggeneration. „Ich wünschte, dass ich hier im Moment ein bisschen mehr Spaß hätte“, gibt Verstappen offen zu.

Formel 1 Max Verstappen Red Bull China 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Und damit ist er nicht der Einzige. Besonders das extreme Energiesparen nervt viele Piloten. In schnellen Passagen müssen sie teilweise vom Gas gehen, um Energie zu rekuperieren – echtes Vollgas-Racing wird dadurch seltener.

Ganz so weit, der Formel 1 deshalb den Rücken zu kehren, ist Verstappen allerdings noch nicht. Trotz aller Kritik betont der Red Bull-Star: „Ich will die Formel 1 nicht verlassen. Aber ich hoffe natürlich, dass es besser wird.“

Ein positives Signal: Hinter den Kulissen laufen bereits Gespräche über mögliche Anpassungen am Reglement. Auch F1-Chef Stefano Domenicali bestätigte entsprechende Diskussionen mit Fahrern und Teams. Kurzfristig könnte vor allem das Energiemanagement entschärft werden. Größere technische Änderungen sind für die kommenden Jahre im Gespräch. Dazu zählt auch eine Erhöhung des Verbrenneranteils an der Gesamtleistung und eine entsprechende Verringerung des Elektroparts. 

Verstappen optimistisch: „Wir hatten Diskussionen mit der FOM und der FIA und ich denke, wir arbeiten auf etwas zu, das hoffentlich alles verbessern wird.“

Verstappens Plan B: Nordschleife

Allein: Während er in der Formel 1 auf Verbesserungen hofft, sucht sich der Niederländer seinen Rennspaß zunehmend außerhalb der Königsklasse. 2026 wird er erstmals bei den legendären 24 Stunden am Nürburgring antreten. Zur Vorbereitung startet er zusätzlich in der Nürburgring Langstrecken-Serie NLS.

Mercedes-AMG Verstappen Racing. Credit: Daimler
Mercedes-AMG Verstappen Racing. Credit: Daimler

Langfristig hat Verstappen sogar noch größere Pläne: „Ich will die großen Langstreckenrennen fahren“, verrät er. „Spa, hoffentlich irgendwann auch Le Mans.“

Ironischerweise könnte die Formel 1 ihm nun sogar zusätzliche Chancen auf der Nordschleife eröffnen. Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten stehen die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien derzeit auf der Kippe. Sollten sie abgesagt werden, hätte Verstappen plötzlich Zeit für weitere NLS-Starts und sogar das Qualifikationsrennen für die 24h Nürburgring.

Bis sich an den Autos etwas ändert, kann der viermalige Weltmeister seinen Spaß also woanders suchen. Nämlich auf der Nordschleife. Oder eben bei Mario Kart.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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