Investor gesucht! Beim Formel-1-Team Alpine stehen Anteile zum Verkauf und ausgerechnet Mercedes mischt im Poker mit.
Schnappt sich Mercedes etwa bald Anteile bei Formel-1-Konkurrent und -Kunde Alpine? Teamberater Flavio Briatore hat nun erstmals öffentlich bestätigt: Auch der Stuttgarter Autobauer interessiert sich für die frei werdenden Anteile..
Hintergrund: Die US-Investmentfirma Otro Capital will ihre Beteiligung am Rennstall aus Enstone verkaufen. Über diese Gesellschaft hatten unter anderem bekannte US-Sportstars und Schauspieler Anteile am Team gehalten. Seit Monaten wird im Fahrerlager darüber spekuliert, wer einsteigen könnte.
Alpine: Mehrere Interessenten im Rennen
Briatore bestätigt vor dem Großer Preis von China, dass es mehrere Bewerber gibt. „Im Moment haben wir drei oder vier potenzielle Käufer für diese Anteile“, verrät der Italiener.

Darunter auch Mercedes. Allerdings stellt Briatore klar: „Ich weiß, dass Gespräche mit Mercedes laufen – allerdings nicht mit Toto (Wolff; d. Red.), sondern mit Mercedes.“ Alpine selbst führt diese Verhandlungen nicht, weil die Anteile direkt bei Otro Capital liegen.
Am Einfluss im Team würde ein Verkauf wenig ändern. Die Mehrheit am Rennstall hält weiterhin der französische Autokonzern Renault. Briatore erklärt deshalb gelassen: „Normalerweise entscheidet derjenige mit 75 Prozent. Wer 25 Prozent besitzt, ist eher Passagier.“
Neben Mercedes: Weitere Namen im Gespräch
Neben Mercedes kursieren im Fahrerlager noch andere mögliche Käufer. Immer wieder wird auch Christian Horner als Interessent genannt. Zuletzt tauchten zudem Gerüchte über ein mögliches Engagement des chinesischen Elektroauto-Herstellers BYD auf.
Wer am Ende tatsächlich bei Alpine einsteigt, ist noch offen. Klar ist nur: Der Investoren-Poker um den Rennstall aus Enstone nimmt weiter Fahrt auf und könnte die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 langfristig verändern.
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