Spitze gegen die Formel 1! Ein Spruch aus der IndyCar-Kommentatorenbox sorgt für Aufmerksamkeit. Mick Schumacher erlebt Qualifying-Enttäuschung.
Beim IndyCar-Wochenende in Arlington gab es nicht nur Action auf der Strecke, sondern auch eine kleine Spitze gegen die Formel 1. Während einer Onboard-Aufnahme von Alexander Rossi auf der langen Geraden sorgte ein Spruch aus der Kommentatoren-Box für Aufmerksamkeit.
„Hier sieht man, wie sich der Energiespeicher dem Ende neigt, während Alexander Rossi seinen Hybrid nutzt. Wenn man genau hinhört, geht er aber nicht einfach vom Gas und wird auch nicht langsamer. Das passiert erst am Ende der Geraden in der Bremszone.“ Die Aussage war live auf dem US-Sender Fox (Anteilseigner der IndyCar) zu hören und dürfte vor allem Fans der Formel 1 aufhorchen lassen.

Denn während Rossi in der IndyCar-Serie trotz Hybridantrieb voll auf dem Gas bleiben kann, sorgt in der Formel 1 das neue Reglement immer wieder für Diskussionen über Lift-and-Coast, Super-Clipping und Batteriemanagement. Der Kommentar wirkt deshalb wie ein indirekter Seitenhieb: Hybridtechnik ja, aber ohne künstliche Fahrmanöver.
Mick Schumacher erneut in Q1 raus
Sportlich lief das Qualifying in Arlington für Mick Schumacher dagegen nicht optimal. Der Deutsche schied auf dem neuen Stadtkurs im Großraum Dallas/Fort Worth im ersten Qualifying-Segment (Q1) aus. Seine Zeit von 1:34,839 Minuten reichte nicht für den Sprung in die Fast 12. Damit startet Schumacher am Sonntag von Platz 17 in das Rennen über 70 Runden.
Besonders bitter: Die Pace war grundsätzlich vorhanden. Schumacher: „Es war eine Kombination von Dingen. Die Pace war da, um weiterzukommen. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass auf den Reds die Kombination aus Grip und Abstimmung die richtige war. Es wäre mehr drin gewesen.“

Auch seine beiden Teamkollegen Louis Foster und Graham Rahal scheiterten im Qualifying an der Q1-Hürde.
Ericsson holt erste IndyCar-Pole
Ganz vorne sorgte dagegen Marcus Ericsson für eine Premiere. Der ehemalige Formel-1-Pilot sicherte sich im neuen Einzelzeitfahren-Format des Fast-Six-Segments seine erste Pole-Position in der IndyCar-Serie.
Mit einer Runde in 1:34,356 Minuten ließ der Andretti-Pilot selbst Champion Alex Palou hinter sich. Pato O’Ward und Will Power legen aus der zweiten Startreihe los, dahinter folgen Felix Rosenqvist und Marcus Armstrong. Der Start zum ersten IndyCar-Grand-Prix von Arlington erfolgt am Sonntag um 17 Uhr deutscher Zeit.
IndyCar: Ergebnis Qualifying in Arlington
- Marcus Ericsson, Andretti Global, 1:34.356
- Alex Palou, Chip Ganassi Racing, +0.4618
- Pato O’Ward, Arrow McLaren, +0.4891
- Will Power, Andretti Global, +0.7294
- Felix Rosenqvist, Meyer Shank Racing, +0.8045
- Marcus Armstrong, Meyer Shank Racing, +1.2450
- Kyle Kirkwood, Andretti Global, +0.4819
- Christian Rasmussen, ECR, +0.7391
- David Malukas, Team Penske, +0.8407
- Alexander Rossi, ECR, +0.8991
- Josef Newgarden, Team Penske, +0.9908
- Santino Ferrucci, A.J. Foyt Enterprises, +1.0849
- Louis Foster, Rahal Letterman Lanigan Racing, +0.9241
- Kyffin Simpson, Chip Ganassi Racing, +0.8458
- Romain Grosjean, Dale Coyne Racing, +0.9801
- Caio Collet, A.J. Foyt Enterprises, +1.0827
- Mick Schumacher, Rahal Letterman Lanigan Racing, +1.0993
- Christian Lundgaard, Arrow McLaren, +1.1287
- Dennis Hauger, Dale Coyne Racing, +1.1333
- Scott Dixon, Chip Ganassi Racing, +1.1833
- Rinus VeeKay, Juncos Hollinger Racing, +1.1798
- Nolan Siegel, Arrow McLaren, +1.2815
- Sting Ray Robb, Juncos Hollinger Racing, +2.4388
- Graham Rahal, Rahal Letterman Lanigan Racing, +1.3686
- Scott McLaughlin, Team Penske, +4.7107
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