Verstappen wollte am Nürburgring mehr als nur GT3 fahren, doch aus seinem spektakulären F1-Plan wurde nichts.
Max Verstappen greift am Wochenende beim zweiten NLS-Lauf auf der Nordschleife wieder ins GT3-Lenkrad. Auch bei den 24h am Nürburgring geht er Mitte Mai erstmals an den Start. Die Grüne Hölle bebt, angesichts des Promifaktors, mit dem der Niederländer am Ring aufschlägt.
Doch wie jetzt rauskam, wurde ein noch spektakulärerer Plan des Weltmeisters schon früher einmal gestoppt! Hintergrund: Der damals noch amtierende Champion wollte eine Demonstrationsrunde mit einem Formel-1-Auto auf der legendären Strecke organisieren. Doch daraus wurde nichts. Verstappen bestätigte selbst erst am vergangenen Wochenende im Rahmen des Formel-1-Rennens in China: „Das war nicht erlaubt, sonst hätte ich es schon gemacht.“
Verstappen wollte mit dem Red Bull auf die Nordschleife
Der Hintergrund ist klar: Moderne Formel-1-Autos gelten auf der Nordschleife als zu gefährlich. Die Kombination aus extremen Geschwindigkeiten, Bodenwellen und engen Passagen passt nicht mehr zu den heutigen Sicherheitsanforderungen.

Dass Verstappen mit solchen Ideen spielt, überrascht allerdings niemanden. Auch nicht seinen Ex-Boss Helmut Marko. Der verrät nun im Gespräch mit F1-Insider.com, dass er es war, der Verstappen damals ausgebremst hat.
„Schon vor Jahren schwärmte Max mir von der Nordschleife vor“, verrät Marko. „Er wollte damals einen Demorun mit einem Formel-1-Red Bull abhalten. Aber bei mir gingen damals alle Alarmglocken an.“
Marko: Verstappen hatte Bernhards Porsche-Rundenrekord im Visier
Der Grazer glaubte nämlich, dass Verstappen es nicht bei einer harmlosen Show belassen wollte. „Von wegen Demorun! Max hatte das irre Video gesehen, als Timo Bernhard mit einem Le-Mans-Porsche den Rundenrekord knackte. Ich glaube, das wollte er mit dem Red Bull nochmal toppen.“
Für Marko war das Risiko zu groß. „Das war für mich zu gefährlich. Deshalb habe ich da einen Riegel vorgeschoben und es verboten.“

Vielleicht auch deshalb ersann Verstappen den Nordschleifen-Umweg über den GT3-Sport. Marko sieht das ohnehin als die deutlich sinnvollere Variante. „Zum Glück kann er sich jetzt mit dem Mercedes-GT3 auf der Nordschleife austoben“, atmet der Österreicher auf – wenn auch nur halb. „Ich befürchte aber, den Rundenrekord von Timo Bernhard hat er trotzdem noch im Hinterkopf. Er ist eben ein Racer alter Schule.“
Fest steht: Die Faszination Nordschleife bleibt für Verstappen ungebrochen. Insbesondere in einer Zeit, in der in der Formel 1 die Batterien einen größeren Unterschied machen können als der Fahrer.
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