Formel 1

Der Mercedes-Teamfunk in Spa lässt tief blicken

Formel 1 George Russell Mercedes Spa 2026
George Russell. Credit: Wolfgang Wilhelm
Alex Warneke
Alex Warneke

George Russell rechnet nach seinem Ausfall in Spa am Teamfunk mit Mercedes ab. Der Brite beklagt massive Probleme und spricht von einer Gefahr.

Bei Mercedes liegen trotz des Sieges von Kimi Antonelli beim Großen Preis von Belgien offenbar die Nerven blank. Ein bislang nicht im Weltbild gezeigter Teamfunk von George Russell verdeutlicht, wie groß der Frust beim Briten mittlerweile ist.

Russell scheidet in Spa bereits in der ersten Runde nach einer Kollision mit Lewis Hamilton aus. Doch unmittelbar nach seinem Aus richtet sich sein Ärger nicht gegen den Ferrari-Piloten, sondern gegen das eigene Team.

Grund dafür sind erneut Probleme mit dem Energiemanagement seines Mercedes. Russell hatte nach eigener Aussage auf der Kemmel-Geraden praktisch keine elektrische Energie mehr zur Verfügung und wurde dadurch von mehreren Konkurrenten überholt.

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George Russell. Credit: Richard Pardon

Am Teamfunk lässt der Mercedes-Star seinem Frust freien Lauf: „Ich bin raus. Was zur Hölle ist mit dem Ladezustand auf der Geraden passiert? Ich hatte verdammt noch mal keine Batterie auf der Geraden! Leute, das ist inakzeptabel. Dieses ganze Wochenende ist verdammt noch mal inakzeptabel.“

Russell spricht von gefährlicher Situation

Nach dem Rennen erklärt Russell ausführlich, was aus seiner Sicht schiefgelaufen ist. Dabei macht der 28-Jährige deutlich, dass er ohne die technischen Schwierigkeiten überhaupt nicht in die Situation mit Hamilton geraten wäre.

„Ich hatte einen guten Start, eine großartige erste Kurve und war direkt hinter Verstappen auf Platz zwei“, erklärt Russell. „Aber aus irgendeinem Grund hat sich die Batterie in Kurve eins nicht aufgeladen. Ich kam aus der ersten Kurve und hatte 35 Prozent weniger Batterieladung.“

Formel 1 Belgien GP Spa Start 2026
Credit: Sam Bagnall/Sutton Images

Damit nicht genug: Offenbar kam zusätzlich ein Problem mit dem Turbo hinzu. Russell fehlte dadurch auf dem Weg durch Eau Rouge und hinauf zur Kemmel-Geraden massiv Leistung.

„Oben in Eau Rouge hatte ich null Prozent Batterie. Offen gesagt war das gefährlich und drei Autos sind an mir vorbeigefahren.“

Mercedes nimmt Problem auf eigene Kappe

Probleme mit der Energieabgabe begleiten Russell bereits seit mehreren Rennen. Auch im Qualifying von Spa hatte der Mercedes-Pilot Schwierigkeiten und konnte mit der Pace seines Teamkollegen Antonelli nicht mithalten.

Russell hatte zuvor sogar unterschiedliche Fahrweisen ausprobiert, um herauszufinden, ob sein eigener Fahrstil für die Probleme beim Rekuperieren der Energie verantwortlich sein könnte. Nach dem Qualifying war für ihn jedoch klar, dass die Ursache nicht bei ihm liegt.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff nimmt seinen Fahrer nach dem enttäuschenden Wochenende ausdrücklich in Schutz und gesteht Fehler des Teams ein. Das Wochenende gehe „zu 100 Prozent auf uns“.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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