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Großes Rätsel um Schumachers letztes IndyCar-Rennen

Mick Schumacher, Grand Prix of Alabama, Credit: IndyCar
Mick Schumacher, Grand Prix of Alabama, Credit: IndyCar
Alex Warneke
Alex Warneke

Rätsel um Mick Schumacher: In Alabama bricht er komplett ein, wird fast überrundet. War ein Regel-Irrtum bei der Reifenstrategie schuld?

Was ist bei Mick Schumacher in Alabama schiefgelaufen? Beim IndyCar-Rennen im Barber Motorsports Park liefert der Deutsche eines seiner schwächsten Ergebnisse ab und wird fast vom eigenen Teamkollegen überrundet. Dabei war er im vergangenen Rennen im Durchschnitt noch etwa drei Zehntelsekunden schneller als sein erfahrener Stallgefährte Graham Rahal.

Während Rahal plötzlich um das Podium kämpft, fällt Schumacher im Rennverlauf immer weiter zurück. Auf den ersten Blick scheint die Erklärung naheliegend: ein Strategiefehler, ausgelöst durch ein Missverständnis bei der Reifenregel. Denn die Pflicht, die weichen Reifen zweimal zu fahren, gilt nur auf Stadtkursen, nicht aber auf dem Rundkurs von Alabama. Offenbar ging das Team trotzdem genau davon aus.

Mick Schumacher, Grand Prix of Alabama, Credit: IndyCar
Mick Schumacher, Grand Prix of Alabama, Credit: IndyCar

Doch so einfach ist die Erklärung nicht. Denn auch Teamkollege Rahal setzte lange auf die weichen Reifen und kämpfte dennoch um das Podium. Heißt: Die „Reds“ waren zwar ein klarer Nachteil mit wenig Grip und starkem Abbau. Doch der extreme Leistungsabfall von Schumacher lässt sich damit allein nicht erklären.

Keine Unterschiede in den Setups bei Schumacher und Rahal

An den Fahrzeugeinstellungen lag es offenbar ebenfalls nicht. „Sie haben mein Set-up übernommen, an den vergangenen Tagen war es noch etwas anders“, verrät Rahal. „Micks und mein Set-up sind aber immer recht gleich, weshalb wir beide in Phoenix so gut waren.“

Das macht das Rätsel nur größer. Wie kann ein Fahrer mit identischem Auto derart abfallen? Teamintern sucht man nach Antworten. Noch mal Rahal: „Die Leute denken immer, dass wir ja wissen müssen, warum etwas funktioniert hat. So einfach ist es aber nicht.“

Der im Vergleich zu Schumacher schwerere US-Amerikaner deutet an, dass Unterschiede in der Gewichts-Balance eine Rolle gespielt haben könnten. Doch selbst das erklärt nicht den massiven Pace-Verlust.

Schumacher spricht nach seinem 24. Rang über ein weiteres Problem in Birmingham. „Ich denke, das Rennen war schwierig. Offensichtlich hat uns das Abwürgen nicht gerade geholfen, aber trotzdem lernen wir daraus und verstehen immer besser, was wir verbessern müssen, dann werden wir auch dahin kommen. Es gibt vielversprechende Ansätze. Es ist jetzt einfach eine Frage, alles zusammenzubringen.“

Fakt ist: Während Rahal sein erstes Podium seit Jahren feiert, erlebt Schumacher ein hartes Rennwochenende mit Strategiefehlern, einem Kampf gegen die Technik und Lehrgeld bei seinem ersten Rennen auf einem IndyCar-Rundkurs. Bis Long Beach haben Fahrer und Team einiges aufzuarbeiten.

IndyCar: Grand Prix of Alabama Ergebnis

  1. Alex Palou (Chip Ganassi Racing) 01:45:57.822
  2. Christian Lundgaard (Arrow McLaren) +13.278
  3. Graham Rahal (Rahal Letterman Lanigan Racing) +14.288
  4. David Malukas (Team Penske) +14.996
  5. Kyle Kirkwood (Andretti Global) +17.797
  6. Marcus Armstrong (Meyer Shank Racing) +20.741
  7. Scott Dixon (Chip Ganassi Racing) +24.746
  8. Santino Ferrucci (A.J. Foyt Enterprises) +41.570
  9. Marcus Ericsson (Andretti Global) +43.859
  10. Josef Newgarden (Team Penske) +51.898
  11. Alexander Rossi (Ed Carpenter Racing) +52.983
  12. Will Power (Andretti Global) +54.048
  13. Felix Rosenqvist (Meyer Shank Racing) +54.503
  14. Rinus VeeKay (Juncos Hollinger Racing) +54.923
  15. Romain Grosjean (Dale Coyne Racing) +58.858
  16. Scott McLaughlin (Team Penske) +60.138
  17. Pato O’Ward (Arrow McLaren) +61.069
  18. Nolan Siegel (Arrow McLaren) +62.407
  19. Christian Rasmussen (Ed Carpenter Racing) +63.268
  20. Kyffin Simpson (Chip Ganassi Racing) +64.016
  21. Callum Ilott (A.J. Foyt Enterprises) +66.303
  22. Sting Ray Robb (Juncos Hollinger Racing) +1 Runde
  23. Dennis Hauger (Dale Coyne Racing) +1 Runde
  24. Mick Schumacher (Rahal Letterman Lanigan Racing) +1 Runde
  25. Louis Foster (Rahal Letterman Lanigan Racing) +1 Runde

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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