Franco Colapinto hängt zum Saisonstart der Formel 1 hinterher und plötzlich kochen im Netz die Emotionen hoch. Jetzt reagiert Alpine deutlich.
Der Saisonstart von Franco Colapinto ist alles andere als gelungen. Nach drei Rennwochenenden steht der Alpine-Pilot bei nur einem Punkt und liegt klar hinter Teamkollege Pierre Gasly zurück, der mit 15 Zählern WM-Achter ist.
Vor allem in den sozialen Medien, insbesondere im spanischsprachigen Raum, brodeln deshalb die Gerüchte. Einige Fans wollen den Leistungsrückstand nicht akzeptieren und sprechen sogar von Sabotage durch das Team.
Alpine stellt klar: „Völlig aus der Luft gegriffen“
Das Alpine-Team hat jetzt reagiert; und zwar ungewöhnlich deutlich. In einem offenen Brief weist die Mannschaft alle Vorwürfe entschieden zurück.
„Jegliche Spekulationen über Sabotage oder darüber, dass Franco nicht dasselbe Auto bekommt, sind völlig aus der Luft gegriffen“, stellt das Team klar.

Die Logik dahinter ist simpel: Kein Team hat ein Interesse daran, sich selbst zu schwächen. Punkte sind das oberste Ziel. Alles andere würde dem eigenen Erfolg schaden.
Alpine betont, dass beide Fahrer bislang mit identischen Spezifikationen unterwegs waren. Eine Ausnahme gab es lediglich in China, wo nach einem Getriebewechsel kleinere Unterschiede bei Bauteilen entstanden sind.
Diese hatten laut Team jedoch keinen nennenswerten Einfluss auf die Performance. Solche Abweichungen sind im Formel-1-Alltag völlig normal.
Gleichzeitig erklärt Alpine, dass im Saisonverlauf neue Teile manchmal zuerst an einem Auto getestet werden. In der Regel erhält dann der in der WM besser platzierte Fahrer den Vorzug – aktuell also Gasly.
Colapintos Rückstand ist deutlich
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Colapinto liegt im Qualifying im Schnitt rund 0,7 Sekunden hinter Gasly. In der Startaufstellung bedeutet das oft mehrere Plätze Unterschied.

Und: Ein Teil des Problems liegt in der Umsetzung des Fahrers im Cockpit. Colapinto hat bislang Schwierigkeiten, seine schnellen Runden im Qualifying sauber auf den Punkt zu bringen. Dadurch gerät er im Rennen häufiger in schwierige Strategien.
Hinzu kommt auch noch Pech. In mehreren Rennen wurde Colapinto durch ungünstige Safety-Car-Phasen zurückgeworfen. In China wurde er zusätzlich nach einer Kollision gedreht.
Trotzdem fällt auf: Der Abstand zu Gasly ist aktuell der größte innerhalb eines Teams im gesamten Feld.
Neben den sportlichen Themen spricht Alpine auch ein anderes Problem an: den Umgang der Fans. Das Team verurteilt Hassnachrichten und sogar Todesdrohungen gegen Fahrer. Diese richteten sich zuletzt unter anderem gegen Esteban Ocon, der Colapinto in China gedreht hatte.
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