Formel 1

Ex-Ferrari-Star zerlegt teuren Formel-1-Renner von 1969

Jean Alesi Automobile Club de Monaco
Credit: Automobile Club de Monaco
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Der Historische Monaco-GP hat wieder zahlreiche legendäre Rennautos an die Côte d’Azur gelockt. Eines davon ist allerdings schwer beschädigt worden – von Jean Alesi.

Da blutet jedem Oldtimer-Liebhaber das Herz: Jean Alesi hat beim Historischen Monaco-GP einen sündhaft teuren Ferrari 312 zerlegt. Ausgangs des Tunnels verlor er die Kontrolle über den Wagen und beschädigte die Frontpartie an der Leitplanke schwer.

Ferrari 312 aus 1969

Der Ferrari 312 ist ein Formel-1-Rennwagen aus der Saison 1969. Sein 3,0-Liter-V12-Motor leistet rund 330 PS.

Das ist nur etwa halb so viel Leistung, wie Alesi während seiner aktiven Formel-1-Karriere beherrschen musste. Von 1989 bis 2001 bestritt der Franzose 201 Grands Prix für Tyrrell, Ferrari, Benetton, Sauber, Prost und Jordan. Alesi ist inzwischen 61 Jahre alt.

Bereits der zweite Unfall von Alesi

Kurios: Es war bereits das zweite Mal, dass Alesi bei diesem Event verunfallte. Vor fünf Jahren kollidierte er im Kampf um den Sieg im Formel-1-Weltmeister-Ferrari von 1974 mit dem Deutschen Marco Werner.

Der Historische Monaco-GP lockt seit den 1990er-Jahren Oldtimer-Rennfans an die Mittelmeerküste. In diesem Jahr waren 176 Rennwagen in acht verschiedenen Klassen am Start – von Vorkriegs-GP-Wagen bis hin zu Formel-1-Autos der 1980er-Jahre.

Die Klasse, in der Alesi unterwegs war, gewann übrigens der Brite Michael Lyons, ein Spezialist für historische Rennfahrzeuge. Er pilotierte einen Surtees TS9 aus dem Jahr 1971.

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!


Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


Verwandte Artikel