Juan Pablo Montoya wird deutlich: Der Ex-F1-Star würde Red Bull ein Nordschleifen-Verbot auferlegen.
Max Verstappens Engagement auf der Nürburgring-Nordschleife sorgt für einen Hype in der Motorsport-Szene. Doch ein Ex-Pilot der Formel 1 sieht die nebenberuflichen F1-Aktivitäten kritisch. Juan Pablo Montoya spricht sich deutlich dafür aus, dem Weltmeister Einsätze außerhalb der Formel 1 zu verbieten.
Auslöser ist der tragische Unfall bei den 24h-Qualifiers auf dem Nürburgring Nordschleife, bei dem der Schwede Juha Miettinen ums Leben kam. Verstappen war ebenfalls Teil des Events und bereitet sich aktuell auf seinen Start beim 24-Stunden-Rennen vor.
Montoya fordert klares Eingreifen bei Verstappen
Für Montoya ist die Sache eindeutig. In seinem eigenen Podcast machte der Kolumbianer klar, dass Red Bull reagieren müsse und zwar sofort. „Zu 100 Prozent. Nein, tut mir leid, zu 200 Prozent“, sagt er auf die Frage, ob der Red-Bull-Star außerhalb der Formel 1 nicht mehr fahren sollte.

Sein Argument: Das Risiko sei schlicht zu hoch. Ein Unfall könne jederzeit passieren, mit gravierenden Folgen. „Er könnte sich ein Bein oder einen Arm brechen“, warnt Montoya deutlich.
Im Zentrum seiner Kritik steht dabei vor allem Red Bull. Das Team habe so viel in den viermaligen Weltmeister investiert, dass man ihn auch entsprechend schützen müsse. „Das Geld, das Red Bull in ihn gesteckt hat, sollte Grund genug sein, das zu überdenken“, so Montoya.
Er selbst habe ähnliche Erfahrungen gemacht: Während seiner aktiven Karriere seien ihm Einsätze in anderen Motorsport-Kategorien mehrfach untersagt worden – genau aus diesem Grund.
Die Nordschleife gilt als eine der gefährlichsten Rennstrecken der Welt. Gerade im Langstreckensport mit gemischten Klassen, Verkehr und wechselnden Bedingungen steigt das Risiko zusätzlich.
Verstappen ist dort zuletzt regelmäßig gefahren und hat sich schnell angepasst.

Kein Red-Bull-Demorun für Verstappen 2023
Die Aussagen von Montoya dürften die ohnehin hitzige Diskussion weiter anheizen. Während viele Fans Verstappens Vielseitigkeit feiern, sehen andere genau darin eine Gefahr.
Tatsächlich hat Red Bull Verstappen zunächst nicht auf die Nordschleife gelassen. Wie F1-Insider.com erfuhr, verhinderte der ehemalige Motorsport-Chefberater Helmut Marko einen Demorun des Superstars.
Der Grazer befürchtete, dass sein Juwel keine gemütliche Showrunde drehen, sondern in der Eifel ans Limit gehen würde. Zumal sich der Holländer kurz zuvor die epische Rekordrunde von Timo Bernhard angeschaut hatte. Stattdessen setzte Red Bull 2023 in der „Grünen Hölle“ unter anderem Sebastian Vettel ins Auto.
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