Guenther Steiner sieht bei Red Bull das alte Verstappen-Problem zurück. Nach Hadjars Frust-Ausbruch in Miami sagt der Ex-Teamchef sogar: „Ich würde nicht gerne mit Max arbeiten.“
Bricht Max Verstappen den nächsten Teamkollegen? Das zeichnet sich nach dem GP in Miami mehr und mehr ab. Zunächst fehlte den Holländer mit seinem Gefährt für die 2026er Saison noch das Vertrauen.
Doch schon beim GP China war er bis zu seinem Ausfall deutlich schneller als sein neuer Stallgefährte Isack Hadjar, beim anschließenden WM-Lauf in Japan dominierte er ihn, genau wie nun in Miami. Fast eine Sekunde lag zwischen den zwei Piloten im Qualifying.

Anschließend verschätzte sich Hadjar mit seinem RB22 kurz nach dem Rennstart, schlug in die Streckenbegrenzung ein. Ein bekanntes Bild, schon zuvor trieb Verstappen seine Teamkollegen bei der Dominanz zur Verzweiflung und zu Fehlern…
Verstappen dominiert seine Teamkollegen
Nun hat sich Guenther Steiner, Ex-Teamchef von Haas, zur Situation bei Red Bull geäußert. „Max macht das mit dir“, sagte der ehemalige Haas-Teamchef im Red-Flags-Podcast und bezieht sich dabei auch auf den Hadjar-Ausraster nach seinem Einschlag. „Ich würde nicht gerne mit Max arbeiten.“
Steiner sieht darin ein bekanntes Muster bei Red Bull. „Es ist wieder das alte Thema“, erklärte er. „Wir kennen die ganze Geschichte inzwischen. Bei Red Bull ist es die Max-Show.“
Seit Jahren scheitern Teamkollegen neben Verstappen regelmäßig am internen Druck. Weder Sergio Perez noch Yuki Tsunoda oder Liam Lawson konnten sich dauerhaft gegen den Niederländer behaupten. Auch Alexander Albon und Pierre Gasly gingen gegen Verstappen baden.

Jetzt könnte auch Hadjar in diese Negativ-Spirale geraten. Steiner glaubt jedenfalls nicht, dass sich daran kurzfristig etwas ändern wird. „Wir hatten gehofft, dass es diesmal anders läuft. Aber ich glaube nicht, dass sich daran etwas ändern wird.“
Dabei startete Hadjar eigentlich stark in die Saison. Der Franzose erreichte bislang in jedem Qualifying Q3 und zeigte phasenweise überraschend gute Ansätze im zweiten Red Bull. Doch mit dem großen Miami-Update hat sich Verstappen wieder klar abgesetzt.
Laut Steiner zeigt gerade die heftige Reaktion nach dem Miami-Crash, wie groß der Druck neben Verstappen inzwischen geworden ist. „Jetzt bist du gecrasht, da bringt es nichts, sich selbst weh zu tun und auf das Lenkrad einzuschlagen“, meinte Steiner. „Er hat kurz die Kontrolle über sich verloren.“
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