Formel 1

McLaren staunt über „sehr interessante“ Technik am Red Bull

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Miami 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool
Bianca Garloff
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Ein neues Detail am Red Bull sorgt in der Formel 1 gerade für Gesprächsstoff. Sogar die Konkurrenz schaut jetzt ganz genau hin.

Hat Max Verstappen doch noch eine Chance im Kampf um die WM? Red Bull jedenfalls sorgt wieder für hochgezogene Augenbrauen bei den Rivalen!

Beim Formel-1-Wochenende in Miami brachte das ehemalige Weltmeisterteam ein großes Update-Paket an seinen RB22. Besonders ein Detail sorgt jetzt sogar bei der Konkurrenz für Aufsehen.

Konkret ist es McLaren-Teamchef Andrea Stella, der ein Auge auf die Seitenkästen des Verstappen-Renners geworfen hat. 

McLaren beobachtet Red Bulls neue Seitenkästen genau

„Für technisch interessierte Leute befinden wir uns gerade in einer sehr interessanten Phase“, erklärt Stella nach dem GP Miami.

Besonders spannend sei dabei das neue Konzept von Red Bull. Laut Stella unterscheide sich die Lösung deutlich von den Konzepten bei Mercedes und Ferrari. Selbst McLaren verfolge noch einmal einen anderen Ansatz.

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Miami 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

„Ich denke, jedes Team wird sich das Red-Bull-Konzept genau anschauen, um die Vorteile zu verstehen“, betont Stella.

Red Bull nutzt offenbar Regellücken clever aus

Besonders bemerkenswert: Stella spricht offen davon, dass Red Bull bei der Entwicklung „smart und innovativ“ gearbeitet habe. Die Ingenieure aus Milton Keynes hätten bestimmte Freiheiten im Reglement clever genutzt, um die auffällige Geometrie der Seitenkästen umzusetzen.

Damit liefert der McLaren-Teamchef indirekt ein großes Kompliment an das Technikteam von Red Bull.

Schon in Miami fiel am RB22 nicht nur der neue Heckflügel im Ferrari-Stil auf, sondern eben auch die stark überarbeiteten Seitenkästen. Gerade in diesem Bereich versuchen die Teams aktuell noch immer, den optimalen Kompromiss zwischen Luftführung, Kühlung und Abtrieb zu finden.

Formel 1 noch weit von einheitlichen Konzepten entfernt

Stella glaubt deshalb auch nicht, dass sich die Formel 1 technisch bereits auf ein gemeinsames Erfolgsrezept festgelegt hat.

„Die Autos sind noch weit davon entfernt, sich anzugleichen“, sagt der Italiener. Zwar gebe es erste Trends, die mehrere Teams übernehmen würden. Insgesamt befinde sich die Formel 1 aber noch mitten in einer Experimentierphase.

Das könnte bedeuten: Das technische Wettrüsten der Topteams wird in den kommenden Monaten noch spannender. Gerade Red Bull scheint dabei seine alte Vorreiterrolle wiedergefunden zu haben. 

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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