Mick Schumacher erlebt bei seinem ersten Indy 500 nicht nur sportlich ein starkes Debüt. Der Deutsche räumt nach dem spektakulären Rekordrennen von Indianapolis auch finanziell ordentlich ab.
Das diesjährige Indy 500 schreibt gleich mehrfach Geschichte. Nicht nur wegen des spektakulären Finals zwischen Felix Rosenqvist und David Malukas, das mit nur 0,023 Sekunden Unterschied zum engsten Zieleinlauf aller Zeiten wird. Auch beim Preisgeld fällt ein Rekord.
Insgesamt schüttet die IndyCar-Serie nach der 110. Ausgabe des legendären Rennens mehr als 30,9 Millionen Dollar aus. So viel Geld gab es in Indianapolis noch nie. Sieger Rosenqvist kassiert allein rund 4,34 Millionen Dollar.

Doch auch Mick Schumacher geht bei seinem Debüt nicht leer aus.
Rookie-Bonus für Mick Schumacher
Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher beendet das Rennen auf Platz 18 und wird damit bester Neuling des Feldes. Dafür erhält Schumacher zusätzlich zum normalen Preisgeld einen Rookie-Bonus über 50.000 Dollar.
Insgesamt kassiert der Deutsche damit rund 268.000 Dollar Preisgeld.
Vor allem sportlich fällt das Wochenende für Schumacher aber fast noch wichtiger aus. Der 27-Jährige fährt bei seinem ersten Indy 500 alle 200 Runden, bleibt trotz Mauerkontakt kurz vor Schluss im Rennen und lässt zwei seiner drei Teamkollegen hinter sich.
Schumacher fährt bewusst vorsichtig
Vor allem in der ersten Rennhälfte wirkt Schumacher teilweise ungewöhnlich zurückhaltend und fährt lange Zeit am Ende des Feldes. Genau das ist aber Teil des Plans gewesen.

„Ich bin es am Start locker angegangen, vielleicht ein bisschen zu locker. Dadurch bin ich links und rechts überholt worden“, erklärt der Deutsche später.
Der Grund: Beim Indy 500 zählt vor allem eines – durchkommen.
„Alle haben mir gesagt, dass es so ein langes Rennen ist und man drinbleiben muss. Und das haben wir getan“, sagt Schumacher zufrieden.
Besonders das Team lobt Schumacher nach dem Rennen ausdrücklich. „Das Team hat einen perfekten Job gemacht. Die Boxenstopps waren perfekt. Die Änderungen am Fahrzeug während des Rennens waren immer richtig“, erklärt er.
Während erfahrene IndyCar-Stars wie Josef Newgarden oder Ryan Hunter-Reay ausscheiden, arbeitet sich Schumacher in der zweiten Rennhälfte immer weiter nach vorne.
Sogar ein Mauerkontakt kurz vor Rennende bringt ihn nicht aus der Ruhe. Schumacher nimmt die Szene später mit Humor: „Hey, wie viele Leute können von sich behaupten, das Indy 500 beendet zu haben, nachdem sie die Mauer touchiert haben?“
Schumacher: „Jetzt verstehe ich den Mythos“
Besonders bemerkenswert: Schumacher zeigt sich nach dem Rennen erstmals regelrecht begeistert vom Mythos Indianapolis. Noch vor wenigen Wochen hatte er große Klassiker wie Le Mans oder Indy 500 eher als normale Rennen bezeichnet.
Nach seinem Debüt klingt das plötzlich ganz anders. „Jetzt verstehe ich, warum sie das Rennen das Greatest Spectacle in Racing nennen“, schwärmt Schumacher. „Das ist völlig irre. Es ist unglaublich, ein Teil davon zu sein.“
Und nach diesem starken Debüt dürfte das für Mick Schumacher erst der Anfang gewesen sein.
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