Formel 1

Rosberg erinnert sich an Schumachers frechen Parkplatztrick

Michael Schumacher, Nico Rosberg, Credit: Mercedes
Michael Schumacher, Nico Rosberg, Credit: Mercedes
Alex Warneke
Alex Warneke

Michael Schumacher griff laut Nico Rosberg tief in die Trickkiste. Der Weltmeister von 2016 spricht über kuriose Psychospiele aus ihrer gemeinsamen Mercedes-Zeit.

Michael Schumacher galt nicht nur auf der Strecke als Ausnahmefahrer. Auch abseits des Cockpits wusste der Rekordweltmeister offenbar genau, wie er seine Teamkollegen unter Druck setzen konnte.

Daran erinnert nun sein einsteiger Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg. Der Weltmeister von 2016 spricht über zahlreiche Psychospielchen, mit denen Schumacher versuchte, sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen.

Schumacher parkte laut Rosberg absichtlich falsch

Besonders kurios: die Parkplatz-Situation an den Rennstrecken. „Michael parkte sein Auto einfach leicht versetzt auf meinem Parkplatz“, erzählt Rosberg im High Performance Podcast. Zwei Räder standen dabei bewusst über der weißen Linie, sodass Rosberg nicht mehr ordentlich einparken konnte.

Michael Schumacher, Credit: Mercedes
Michael Schumacher, Credit: Mercedes

„Das stresst mich natürlich, weil ich dadurch zu spät zum Meeting komme“, erklärt Rosberg. Gerade vor wichtigen Ingenieursbesprechungen sei jede Minute entscheidend gewesen.

Rosberg beschreibt Schumacher als absoluten Meister der Psychologie. „Er lebt und atmet dafür, seinen Teamkollegen mental zu zerstören“, sagt der Deutsche. Dabei habe Schumacher die Grenzen nie offen überschritten. „Nicht auf eine böse Art. Er bewegte sich immer in dieser Grauzone.“ Genau das habe ihn so gefährlich gemacht.

Noch extremer wurde es laut Rosberg bei einem Qualifying in Monaco. Kurz vor dem Einsatz auf der Strecke wollte Rosberg noch einmal die Toilette aufsuchen. Doch Schumacher hatte die einzige Toilette in der Mercedes-Garage bereits besetzt.

„Er schloss sich ein und schaute auf die Uhr“, berichtet Rosberg. Während die Zeit bis zum Qualifying herunterlief, blieb Schumacher einfach sitzen. „Ich klopfte an die Tür und sagte ständig: Komm raus, bitte. Ich muss auf die Toilette.“ Doch der siebenmalige Weltmeister ließ sich Zeit.

Rosberg musste auf einen Eimer ausweichen

Die Situation eskalierte schließlich völlig. Rosberg erzählt, dass er sich am Ende einen Eimer im hinteren Teil der Garage suchen musste. „Ich stand dort zwischen den Mechanikern und musste in einen Eimer pinkeln. Zitternd und völlig gestresst.“

Formel 1 Nico Rosberg Mercedes Monaco 2013
Nico Rosberg. Credit: Mercedes

Für Schumacher sei genau das Teil seines Plans gewesen. „Er hat es geliebt“, erinnert sich Rosberg.

Trotz der aus Rosbergs Sicht geplanten Psychospielchen konnte er sich gegen Schumacher behaupten. In allen drei gemeinsamen Mercedes-Jahren von 2010 bis 2012 sammelte Rosberg mehr WM-Punkte als sein berühmter Teamkollege. Die Erfahrungen mit Schumacher hätten ihn später auch auf seine Duelle mit Lewis Hamilton vorbereitet.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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