Kommt Kimi Antonelli eines Tages zu Ferrari? Ex-Teamchef Maurizio Arrivabene hat eine klare Meinung.
Andrea Kimi Antonelli begeistert Italien derzeit wie kein anderer Fahrer. Mit fünf Grand-Prix-Siegen in Folge führt der Mercedes-Pilot die Formel-1-Weltmeisterschaft souverän an und lässt die Tifosi bereits vom ersten italienischen Weltmeister seit Alberto Ascari träumen. Nun hat sich auch Ex-Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene zu Wort gemeldet.
Warum Ferrari Antonelli einst verpasste
Viele Fans fragen sich inzwischen, warum ausgerechnet Ferrari den größten italienischen Hoffnungsträger der letzten Jahrzehnte nicht frühzeitig unter Vertrag genommen hat. Arrivabene erklärt nun, dass die Scuderia im Jahr 2018 schlicht nicht auf die Förderung so junger Talente vorbereitet gewesen sei.

„In meinem letzten Jahr bei Ferrari war Antonelli erst zehn oder elf Jahre alt“, sagte der ehemalige Ferrari-Teamchef. „Damals hatte Ferrari nicht die Strukturen, um sich um so junge Fahrer zu kümmern. Das ist bei Ferrari deutlich komplizierter als bei anderen Teams.“
Selbst Leclerc war intern umstritten
Arrivabene verriet außerdem, dass Ferrari damals bereits genug damit zu tun gehabt hätte, Charles Leclerc ins Formel-1-Team zu integrieren. Selbst dieser Schritt sei intern nicht unumstritten gewesen.
„Wir waren damals damit beschäftigt, Leclerc ins Auto zu bringen. Und selbst dort gab es Diskussionen. Manche waren der Meinung, Charles sei noch zu jung für Ferrari“, so der Ex-Teamchef der Scuderia.
Vor diesem Hintergrund sei eine Verpflichtung des damals elfjährigen Antonelli kaum realistisch gewesen.

Trotzdem sieht der ehemalige Ferrari-Boss eine langfristige Verbindung zwischen Antonelli und der Scuderia. „Gerade weil er erst 19 Jahre alt und unglaublich stark ist, wird Antonelli meiner Meinung nach noch genügend Zeit haben, Weltmeister zu werden, sogar mit Ferrari.“
Antonelli erlebt aktuell eine historische Saison. Nach seinem Monaco-Sieg führt er die Weltmeisterschaft mit 156 Punkten an und hat bereits 66 Zähler Vorsprung auf Lewis Hamilton. Mit jedem Erfolg wächst auch die Hoffnung der italienischen Fans auf den ersten heimischen Weltmeister seit Ascari im Jahr 1953.
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Noch steht Antonelli langfristig bei Mercedes unter Vertrag. Doch Arrivabenes Worte zeigen: In Italien träumt man bereits davon, den neuen Superstar eines Tages in Rot zu sehen.
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