Le Mans ruft: Bei der 94. Ausgabe des Langstrecken-Klassikers ruhen die deutschen Hoffnungen auf André Lotterer und René Rast. Gleichzeitig wirbt Ford bereits um Formel-1-Superstar Max Verstappen.
Max Verstappens Start bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring war womöglich nur der Anfang. Ford buhlt längst um die Dienste des viermaligen Formel-1-Weltmeisters, wenn die US-Amerikaner 2027 mit einem Prototypen in die Topklasse der Sportwagen-WM (WEC) einsteigen – inklusive der 24 Stunden von Le Mans.
Ford-Motorsportchef Mark Rushbrook gibt unverblümt zu: „Wir sprechen mit Max über die Möglichkeit, für Ford Sportwagenrennen zu fahren.“
Audi leiht sich für Spanien-GP Fahrer von Alpine
Deutsches Duo mischt Le Mans auf
Verstappen wäre genau der große Name, den die WEC und Le Mans dringend brauchen.
24h Le Mans: Sorge um Porsche – Verstappen als Hoffnungsträger?
Am Wochenende startet die 94. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans (Eurosport und Nitro übertragen durchgängig ab Samstag, 15 Uhr).
Noch ist ein negativer Wendepunkt abgewendet: Seit 1951 ist Porsche in Le Mans ununterbrochen vertreten – inzwischen mit 874 Autos und dem Rekord von 19 Gesamtsiegen. 2026 stehen allerdings nur noch zwei Porsche 911 GT3 R (4,2-Liter-Sechszylinder) im Aufgebot.

Und weil sich die Stuttgarter aus der Topklasse zurückgezogen haben, könnte der deutsche Premiumhersteller 2027 sogar die Startberechtigung in der GT3-Klasse verlieren.
Dabei schrumpft die Topklasse schon 2026 von 21 auf 18 Autos. Porsche ist bereits raus, Alpine fährt ebenfalls seine letzte Saison.
Neue Hersteller wie Genesis sichern die Zukunft
Ein Grund zur Sorge ist die Ausstiegswelle dennoch nicht. Das Team von Alpine wird womöglich an BYD verkauft. Neben Ford steigt 2027 auch McLaren neu ein.

Bereits 2026 gibt zudem Genesis sein Debüt. Die Luxusmarke von Hyundai setzt dabei auch auf deutsche Erfahrung: Mit dabei ist André Lotterer (44) aus Duisburg, der mit Audi bereits dreimal die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hat.
Lotterer half beim Aufbau des Genesis-Magma-Projekts entscheidend mit. Bei der Generalprobe in Spa fuhr er mit dem GMR-001 (3,2-Liter-V8-Turbo) als Achter direkt in die Punkte.
BMW jubelt dank René Rast
Dort siegte übrigens der zweite Deutsche in der Topklasse: René Rast (39). Für BMW war es der erste Hypercar-Sieg in der WEC überhaupt.

Ein Grund dafür ist auch ein umfangreiches Aerodynamik-Update am BMW M Hybrid V8 (4,0-Liter-V8-Turbo), das bereits mit Blick auf die kommende Saison entwickelt wurde.
Genesis und BMW treffen in der Topklasse auf sechs weitere Hersteller: Aston Martin, Ferrari, Toyota, Cadillac, Alpine und Peugeot.
Insgesamt treten 13 ehemalige Formel-1-Fahrer in der Topklasse an, darunter auch Robert Kubica (41), der 2025 mit Ferrari gewann.
Aus deutscher Sicht macht das Hoffnung: Bisher konnten insgesamt 18 deutsche Fahrer Le Mans gewinnen – zusammen kommen sie auf 31 Gesamtsiege.
Autoren: Michael Zeitler / Bianca Garloff
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