Formel 1

FIA verkündet neue Motorenregeln für 2027 und 2028

Formel 1 Isack Hadjar vor George Russell Monaco 2026
Isack Hadjar vor George Russell. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool
Alex Warneke
Alex Warneke

Mehr Verbrennerleistung für die Formel 1 2027 und 2028. Die FIA verkündet eine schrittweise Erhöhung in den nächsten Jahren.

Die FIA hat die nächste große Regeländerung für die Formel 1 beschlossen. Nach monatelangen Diskussionen über die umstrittenen 2026er-Antriebe wurde nun ein Maßnahmenpaket für die Jahre 2027 und 2028 vorgestellt. Das Ziel: weniger Batterie-Abhängigkeit und wieder mehr Vollgas-Racing.

Formel 1 und FIA reagieren nach Motorenkritik

Seit dem Saisonstart 2026 steht das neue Motorenreglement massiv in der Kritik. Vor allem das starke Energiemanagement und die hohe Bedeutung der elektrischen Leistung sorgen bei Fahrern und Teams regelmäßig für Diskussionen.

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Monaco 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Nun haben sich FIA, Formel 1, Teams und Motorenhersteller auf einen Kompromiss geeinigt. Die Verbrennungsmotoren sollen schrittweise wieder mehr Leistung erhalten. Gleichzeitig wird der Anteil der elektrischen Energie reduziert.

Aktuell liegt die tatsächliche Leistungsverteilung bei etwa 53 Prozent Verbrenner und 47 Prozent Elektroleistung. Das soll sich nun ändern:

SaisonVerbrennerElektroleistung
202653 %47 %
202758 %42 %
202860 %40 %

Damit nähert sich die Formel 1 genau dem Verhältnis an, das Max Verstappen und mehrere andere Fahrer in den vergangenen Monaten immer wieder gefordert hatten.

Mehr Leistung für die Verbrenner

Um die neue Balance zu erreichen, wird die maximale Leistung des Verbrennungsmotors angehoben.

  • 2026: 400 kW
  • 2027: 420 kW
  • 2028: 450 kW

Dafür wird die maximale Kraftstoffdurchfluss erhöht. Für 2027 steigt dieser um fünf Prozent, für 2028 sogar um 13 Prozent.

Formel 1 Kanada GP 2026 Start
Credit: Maya Dehlin Spach/LAT Images

Die schrittweise Einführung gilt vor allem als Zugeständnis an Hersteller wie Audi. Der Neueinsteiger hatte Milliarden in die Entwicklung seines komplett neuen Hybridantriebs investiert.

Eine sofortige massive Regeländerung hätte möglicherweise teure Hardware-Anpassungen erforderlich gemacht. Durch die zweistufige Lösung erhalten die Hersteller nun deutlich mehr Zeit, ihre Antriebe anzupassen.

Überholmodus bleibt unverändert, mehr Rekuperation

Eine weitere wichtige Entscheidung: Der maximale Overtake-Mode bleibt bei 350 kW bestehen. Gleichzeitig erhöht die FIA die Rekuperationsleistung:

  • 2027: 375 kW
  • 2028: 400 kW

Damit sollen die Autos weiterhin ausreichend und schnell Energie zurückgewinnen können, während gleichzeitig die Kritik am übermäßigen Batteriemanagement entschärft wird.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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