Nach dem schwierigen Debütjahr in Rot läuft es für Lewis Hamilton 2026 plötzlich bei Ferrari wie geschmiert. Teamchef Fred Vasseur spricht über den Wandel.
Lewis Hamilton hat in Barcelona seinen ersten Ferrari-Sieg gefeiert. Doch was steckt eigentlich hinter der plötzlichen Formsteigerung des siebenmaligen Weltmeisters? Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur hat nun eine klare Erklärung geliefert.
Für Vasseur ist Hamiltons Aufschwung kein Zufall. Vielmehr seien es viele kleine Details, die inzwischen den Unterschied machen. „Wir sprechen hier über Nuancen“, erklärte der Franzose bei Sky. „Im Q2 lagen zwischen Platz zwei und Platz sieben nur eine Zehntelsekunde. Das ist nichts. Da geht es darum, wie man mit den Ingenieuren arbeitet und das Gesamtpaket optimiert.“

Hamiltons erster Markenwechsel
Besonders eine Sache habe Hamiltons Start bei Ferrari erschwert: der Wechsel in ein komplett neues Umfeld. „Lewis war 20 Jahre lang bei McLaren und Mercedes unterwegs, praktisch immer im gleichen Umfeld“, sagte Vasseur. „Als er zu Ferrari kam, war das eine massive Veränderung. Er musste sich anpassen.“
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Andere Fahrer seien solche Umstellungen gewohnt. „Carlos (Sainz, Anm. d. Red.) hat in seiner Karriere mehrfach das Team gewechselt. Lewis kannte so etwas nicht. Wir mussten das gemeinsam handhaben und Schritt für Schritt kam er zurück.“
Der Barcelona-Sieg sei deshalb das Ergebnis eines langen Prozesses. Schon die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass Ferrari wieder konkurrenzfähig sei. „Zweiter Platz in Monaco, zwei Podien in Kanada und jetzt der Sieg, das ist ein sehr guter Start in die Europa-Saison“, so Vasseur.

Ferrari bremst WM-Euphorie
Trotz des Triumphs wollte der Ferrari-Teamchef aber nichts von einer neuen Titelrolle wissen. „Jetzt müssen wir mal die Kirche im Dorf lassen“, sagte Vasseur mit einem Lächeln. „Wir hatten ein gutes Wochenende. Dann werden wir gleich zum Weltmeister hochgeschrieben und eine Woche später wieder abgeschrieben.“
Statt großer Kampfansagen fordert der Franzose Konstanz. „Wir müssen Rennen für Rennen nehmen und mit derselben Konzentration weitermachen wie hier.“
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