Wird nach Pierre Gasly auch bei George Russell eine Strafe zurückgenommen? Der Fall des Briten beim GP Monaco wird neu untersucht.
George Russell könnte nachträglich doch noch wichtige WM-Punkte aus Monaco zurückbekommen. Die FIA hat einem Antrag von Mercedes auf Überprüfung der Strafe zugestimmt.
Wie der Automobil-Weltverband am Mittwoch bestätigte, findet die Anhörung bereits am Samstag statt. Dann wollen die Rennkommissare prüfen, ob Mercedes neue und entscheidende Beweise vorlegen kann.
Mercedes: Russell fiel aus den Punkterängen
Der Fall geht auf den Monaco-GP zurück. Russell war während des Rennens wegen einer angeblichen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt worden.

Als der Mercedes-Pilot die Strafe bei seinem Boxenstopp nicht abgesessen hatte, bekam er eine Durchfahrtsstrafe. Russell fiel dadurch aus den Punkterängen und ging komplett leer aus. Im WM-Kampf war das ein herber Rückschlag. Aktuell liegt der Brite bereits 50 Punkte hinter Teamkollege Andrea Kimi Antonelli zurück.
Falsches FIA-System sorgt für Unruhe
Der Grund für die neue Entwicklung: Alpine hatte die Strafen von Pierre Gasly erfolgreich anfechten können. Dabei stellte sich heraus, dass das offizielle Zeitmesssystem der Formel 1 in der Boxengasse von Monaco fehlerhaft eingerichtet war. Das Formula One Management (FOM) räumte den Fehler inzwischen offiziell ein.
Gasly bekam seine beiden Fünf-Sekunden-Strafen daraufhin gestrichen und erbte seinen dritten Platz zurück. Genau diese Entscheidung könnte nun auch Russell helfen.
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Noch ist unklar, worauf Mercedes genau abzielt. Möglich ist sowohl die komplette Aufhebung von Russells Strafen als auch eine Anfechtung der nachträglichen Neubewertung des Rennens.
Fest steht allerdings: Die FIA hält den Antrag für ausreichend relevant, um den Fall erneut aufzurollen.
Damit droht in Monaco ein weiteres Kapitel im Strafen-Chaos. Denn auch McLaren hat bereits Einspruch gegen die Rücknahme von Gaslys Strafen eingelegt. Zudem wird erwartet, dass Red Bull um die Wiederherstellung von Isack Hadjars Podestplatz kämpft.
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