Formel 1

Mercedes erklärt seinen plötzlichen Monaco-Rückzieher

Formel 1 George Russell Mercedes Monaco 2026
George Russell. Credit: Mercedes
Alex Warneke
Alex Warneke

George Russell bleibt punktlos in Monaco. Mercedes sieht nun doch von einer nachträglichen Überprüfung der Strafe ab.

Mercedes hat überraschend einen Rückzieher gemacht. Nachdem die Silberpfeile noch eine Überprüfung der Monaco-Strafen gegen George Russell beantragt hatten, zog das Team den Antrag nun wieder zurück und erklärt auch warum.

In einem offiziellen Statement teilte Mercedes mit: „Wir können bestätigen, dass wir unseren Antrag auf Überprüfung der Strafen gegen George Russell beim Grand Prix von Monaco zurückgezogen haben.“

Mercedes spricht von begrenztem Zeitfenster

Der Rennstall aus Brackley hatte den Antrag unmittelbar nach dem erfolgreichen Einspruch von Alpine eingereicht. Pierre Gasly hatte seine beiden Zeitstrafen wegen angeblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Boxengasse nachträglich gestrichen bekommen und sein Podium zurückerhalten.

Formel 1 George Russell Mercedes Monaco 2026
George Russell. Credit: Mercedes

Mercedes wollte daraufhin prüfen lassen, ob auch Russell zu Unrecht bestraft worden war.

„Wir hatten nur ein sehr begrenztes Zeitfenster während des Rennwochenendes in Barcelona, um den Antrag einzureichen“, erklärt das Team. „Deshalb haben wir ihn gestellt, um unsere Möglichkeiten offenzuhalten.“

Nach Gesprächen mit FIA und Formel 1 sei man allerdings zu einem anderen Schluss gekommen. Mercedes lobte ausdrücklich die Bereitschaft der FIA, die ungewöhnlichen Umstände des Monaco-Rennens aufzuarbeiten.

„Unsere Gespräche mit der FIA und der Formel 1 haben gezeigt, dass beide Seiten entschlossen sind, die Ursachen des Problems zu analysieren und künftig zu verhindern“, heißt es in der Mitteilung.

Deshalb habe man entschieden, den Fall nicht weiterzuverfolgen. „Eine weitere Verfolgung unseres Antrags würde weder unserem Team noch unserem Sport dienen.“

Russell bleibt damit ohne Monaco-Punkte

Für George Russell ist das eine bittere Nachricht. Der Mercedes-Pilot war in Monaco zunächst mit einer Fünf-Sekunden-Strafe wegen einer minimalen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse belegt worden.

Formel 1 Hadjar Russell Monaco 2026
Isack Hadjar vor George Russell. Credit: Mercedes

Anschließend erhielt er sogar noch eine Durchfahrtsstrafe, weil die Rennkommissare der Ansicht waren, dass die erste Strafe nicht korrekt abgesessen wurde. Russell fiel dadurch aus den Punkterängen und verlor wertvolle Zähler im Titelkampf.

Später stellte sich heraus, dass die Sensoren in der Boxengasse fehlerhafte Werte geliefert hatten. Ursache war offenbar der ungewöhnliche Einfahrtswinkel in die Monaco-Boxengasse, der das Messsystem irritierte.

Auch wenn Mercedes seinen Antrag zurückgezogen hat, ist der Fall Monaco noch längst nicht abgeschlossen.

Sowohl McLaren als auch Red Bull haben weiterhin Anträge auf Überprüfung laufen. McLaren kämpft um eine Neubewertung der Positionen von Pierre Gasly und Oscar Piastri, während Red Bull offenbar versucht, Isack Hadjar seinen zwischenzeitlich verlorenen Podestplatz zurückzuholen.

Das Monaco-Chaos dürfte die Formel 1 also noch eine Weile beschäftigen, allerdings ohne Mercedes.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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