Die Krise bei Williams spitzt sich zu. Nach enttäuschenden Ergebnissen in der Formel-1-Saison 2026 soll Carlos Sainz seine Zukunft beim Traditionsteam zunehmend hinterfragen.
Er gilt als einer der besten Piloten der Gegenwart, doch bei Williams fährt Carlos Sainz derzeit nur hinterher. Bleibt die Frage: Wie lange tut er sich das noch an? Wie der Schweizer Blick berichtet, soll der Spanier die Geduld mit seinem Team langsam verlieren. Besonders pikant: Ausgerechnet sein Vater Carlos Sainz senior soll dabei kräftig Druck machen.
Zum Hintergrund: Die Saison 2026 entwickelt sich für Williams immer mehr zum Albtraum. Nach sieben Rennwochenenden stehen lediglich elf WM-Punkte zu Buche. Beim Spanien-GP erreichte Sainz vor heimischem Publikum nur Rang zwölf und wurde dabei sogar zweimal überrundet. Teamkollege Alex Albon schied aus.
Schon seit den Wintertests ist bekannt, dass der Williams zu schwer ist. Doch das ist längst nicht das einzige Problem. Sainz selbst klagte zuletzt vor allem über mangelnden Abtrieb in schnellen Kurven. Nach Barcelona sprach der Spanier ungewöhnlich deutlich davon, dass das Team „wieder ans Reißbrett“ zurückkehren müsse.
Verliert Sainz die Geduld mit Williams
Laut Blick soll Sainz inzwischen „genug haben“ von der enttäuschenden Entwicklung bei Williams und seine Optionen für die Zukunft prüfen. Mehrere Teams sollen die Situation des 31-Jährigen genau beobachten.

Unter anderem gilt McLaren angesichts der anhaltenden Gerüchte um Oscar Piastri und Red Bull als möglicher Kandidat.
Doch offenbar verfolgt Vater Carlos Sainz senior einen ganz anderen Plan.
Sainz senior wollte Sohn schon 2024 bei Audi sehen
Wie F1-Insider bereits im vergangenen Jahr berichtete, war Carlos Sainz senior schon damals kein Befürworter des Wechsels zu Williams. Der zweifache Rallye-Weltmeister hätte seinen Sohn lieber beim Audi-Projekt gesehen.
Sainz junior entschied sich jedoch bewusst gegen den Rat seines Vaters. Der Spanier wollte seinen eigenen Weg gehen und setzte auf das Projekt von James Vowles bei Williams.
Nun könnte die Situation allerdings neu bewertet werden. Laut Blick soll Sainz senior seinen Sohn erneut dazu drängen, sich mit dem Gedanken an Audi anzufreunden. Dem Bericht zufolge könnte der Spanier einen Wechsel zum deutschen Werksteam nun deutlich offener sehen als noch vor zwei Jahren.
Vowles setzt auf Offenheit
Williams-Teamchef James Vowles gibt sich nach außen derweil gelassen. Der Brite betont, dass sowohl Sainz als auch Albon voll hinter dem Projekt stehen würden.
„Das Großartige an beiden ist, dass sie dieselben Werte haben wie ich: Ehrlichkeit und Transparenz“, erklärte Vowles. „Deshalb führen wir offene Gespräche – von den ersten Problemen im vergangenen Oktober bis heute.“
Und weiter: „Sollten sie andere Optionen in Betracht ziehen, würden sie mit mir darüber sprechen.“
Klar ist aber auch: Sollte Williams die Trendwende nicht bald schaffen, dürfte die Zukunft von Carlos Sainz schnell zu einem der heißesten Themen im Fahrerlager werden.
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