Wird das teaminterne Duell für Charles Leclerc ein mentaler Kraftakt wie für Nico Rosberg zu Mercedes-Zeiten gegen Lewis Hamilton?
Charles Leclerc galt jahrelang als die unumstrittene Nummer eins bei Ferrari. Doch nach Lewis Hamiltons Triumph in Barcelona und dessen beeindruckendem Formhoch stellt sich plötzlich eine neue Frage: Droht dem Monegassen ein Schicksal wie einst Nico Rosberg bei Mercedes?
Zumindest Claire Williams sieht Parallelen. Die frühere Williams-Vizechefin glaubt, dass Leclerc vor der größten mentalen Herausforderung seiner Karriere steht.

Ein „Persönlichkeitstest“ für Leclerc
„Am Ende wird es ein Persönlichkeitstest sein“, erklärt Williams im High Performance Podcast. „Ähnlich wie damals Lewis gegen Nico. Lewis hat ihn über Jahre hinweg dominiert, und wir alle wissen, was Nico mental durchmachen musste, um am Ende Weltmeister zu werden.“
Rosberg gewann 2016 zwar den Titel gegen Hamilton, zog sich direkt danach jedoch aus der Formel 1 zurück. Die Duelle mit dem Briten hatten den Deutschen an seine Grenzen gebracht. Genau das könnte nun auch Leclerc bevorstehen, glaubt Williams.
„Hat Charles die Reife und die mentale Stärke, um Lewis Paroli zu bieten?“, fragt die Britin. „Lewis ist heute unglaublich erfahren. Seine Lebenserfahrung und seine mentale Stärke könnten letztlich den Unterschied machen.“
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Die jüngsten Ergebnisse sprechen tatsächlich für Hamilton. Nach Rang zwei in Monaco und Montreal feierte der siebenmalige Weltmeister zuletzt in Barcelona seinen ersten Ferrari-Sieg. In der Fahrerwertung hat er seinen Teamkollegen inzwischen deutlich distanziert. 40 Punkte trennen die Scuderia-Stars.
Leclerc dagegen erlebt eine schwierige Phase. Nach seinem kuriosen Qualifying-Crash in Barcelona und zwei Ausfällen in Folge steht der Monegasse zunehmend unter Druck. Ausgerechnet jetzt, wo Hamilton immer besser mit Ferrari zurechtkommt.
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