Vor einem Jahr schrieb Nico Hülkenberg in Silverstone Formel-1-Geschichte. Jetzt kehrt der Audi-Pilot an den Ort seines größten Karriereerfolgs zurück.
15 Jahre musste Nico Hülkenberg auf diesen einen Moment warten. Ausgerechnet in Silverstone platzte 2025 der Podiums-Knoten des Deutschen. Jetzt kehrt der Audi-Pilot an den Ort zurück, an dem ihm die gesamte Formel 1 applaudierte.
Vom 19. Startplatz fuhr Hülkenberg damals im Sauber sensationell auf Rang drei – und beendete damit einen der kuriosesten Rekorde der Königsklasse. Kein Fahrer hatte jemals länger auf seinen ersten Podestplatz warten müssen.
Hülkenberg verbindet besondere Erinnerungen mit Silverstone
„Silverstone ist eine Strecke, die mir immer Spaß gemacht hat. Der Podestplatz im vergangenen Jahr gibt mir viele gute Erinnerungen auf dem Weg dorthin“, sagt Hülkenberg vor dem Rennwochenende.

Besonders war damals nicht nur das Ergebnis. Direkt nach der Zielflagge zog Max Verstappen in seinen Red Bull neben den Sauber und gratulierte dem Deutschen. Im Parc fermé ließ der viermalige Weltmeister ebenfalls alles stehen und liegen, um Hülkenberg persönlich zu beglückwünschen.
Sogar die gemeinsame Rückreise nach Monaco verschob Verstappen, damit sein Freund den historischen Erfolg ausgiebig mit dem Team feiern konnte.
Das ganze Fahrerlager freute sich mit
Auch abseits der Strecke war die Begeisterung riesig. Bei Sauber flossen Tränen der Freude, schließlich war es der erste Podestplatz des Teams seit Kamui Kobayashi 2012 in Suzuka.
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Als der Champagner knapp wurde, half sogar die Konkurrenz aus. Mercedes und Aston Martin schickten kurzerhand Nachschub in die Sauber-Box.
Kurios: Der Siegerpokal bestand aus Lego-Steinen. Hülkenberg nahm es mit Humor: „Mich stört das überhaupt nicht. Ich mag Lego – und später kann meine Tochter damit spielen.“
Mit Audi soll der nächste Schritt folgen
Seit dieser Saison startet Hülkenberg für das neue Audi-Werksteam. Die Ergebnisse spiegelten zuletzt zwar nicht immer das Potenzial des Autos wider, dennoch sieht der Emmericher Fortschritte.

„In den vergangenen Rennen gab es einige positive Anzeichen, auch wenn die Ergebnisse nicht immer das Potenzial unseres Pakets widergespiegelt haben“, erklärt der Deutsche. „Wichtig ist, weiter hart zu arbeiten, sauber umzusetzen und das Maximum aus unserem Auto herauszuholen. Wenn uns das gelingt, werden die Ergebnisse kommen.“
Sprint-Wochenende erhöht den Druck
In Silverstone wartet diesmal zusätzlich ein Sprint-Wochenende auf die Teams. Das bedeutet: nur ein Freies Training, anschließend geht es direkt ins Sprint-Qualifying.
„Da es sich um ein Sprint-Wochenende handelt, wird es ein arbeitsreiches Wochenende, bei dem jede Runde zählt. Hoffentlich können wir die positiven Aspekte mitnehmen und in ein solides Ergebnis ummünzen“, sagt Hülkenberg.
Ein zweites Märchen wie im vergangenen Jahr wäre eine Sensation. Doch schon jetzt steht fest: Silverstone bleibt für Hülkenberg der Ort, an dem sich nach 15 langen Jahren endlich sein größter Formel-1-Traum erfüllte.
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