Nach dem Strategie-Debakel in Österreich greift Ferrari durch. Beim Grand Prix von Großbritannien bringt die Scuderia ein umfangreiches Update-Paket.
Die Enttäuschung nach dem Großen Preis von Österreich sitzt bei Ferrari tief. Obwohl Lewis Hamilton und Charles Leclerc von den Startplätzen zwei und drei ins Rennen gingen, reichte es am Ende nur zu den Plätzen fünf und acht. Jetzt schlägt die Scuderia zurück – mit einem umfangreichen Upgrade-Paket für den Grand Prix von Großbritannien in Silverstone.
Wie italienische Medien berichten, bringt Ferrari unter anderem einen überarbeiteten Auspuff, einen neuen Diffusor mit geringerem Luftwiderstand und eine weiterentwickelte Version des sogenannten „Macarena“-Heckflügels an den SF-26.

Ferrari setzt auf mehr Topspeed
Vor allem der Heckflügel sorgt seit den Wintertests für Gesprächsstoff. Anders als ein herkömmliches DRS-System klappt dabei nicht nur eine Klappe auf. Stattdessen dreht sich das obere Flügelelement bei aktiviertem System nahezu komplett um. Dadurch entsteht ein deutlich größerer Luftspalt, der den Luftwiderstand massiv reduziert und für mehr Höchstgeschwindigkeit auf den Geraden sorgen soll.
Neben Ferrari fährt auch Red Bull mit einem ähnlichen System.
Mehr News
Zusammen mit dem neuen Low-Drag-Diffusor verfolgt Ferrari ein klares Ziel: mehr Topspeed und weniger Luftwiderstand. Gerade auf schnellen Strecken wie Silverstone soll der SF-26 dadurch konkurrenzfähiger werden.
Vasseur fordert perfekte Vorbereitung
Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur hatte nach dem Rennen in Spielberg selbst eingeräumt, dass sich die Scuderia mit ihrer Strategie verzockt hatte. Weil Ferrari nicht schnell genug war, musste das Team die Reifen im Kampf gegen Mercedes und Red Bull übermäßig beanspruchen. Die Folge: Die Strategie brach zusammen.

Gleichzeitig kritisierte Vasseur auch die Vorbereitung. Ferrari habe im Training zu wenig längere Runs absolviert und dadurch wichtige Daten für das Rennen verloren.
Sprint-Wochenende als Herausforderung für Ferrari
Genau das darf sich in Silverstone nicht wiederholen. Mit den umfangreichen Aerodynamik-Updates muss Ferrari die Abstimmung des Autos innerhalb weniger Trainingsstunden verstehen.
Das Problem: In Silverstone steht ein Sprint-Wochenende auf dem Plan. Heißt: Nach nur einem Training geht’s bereits ins Sprint-Qualifying. Zeit, das beste Set-up zu finden, fehlt.
Ferrari steht damit bereits beim Grand Prix von Großbritannien unter Druck. Die neuen Teile sollen endlich den entscheidenden Schritt nach vorne bringen – andernfalls droht der Anschluss an die Spitze verloren zu gehen.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!