Max Verstappen befürchtet, dass den Formel-1-Autos in Silverstone der Saft ausgeht. Simulatorfahrten beunruhigen den viermaligen Weltmeister.
Nach dem Österreich-GP richtet sich der Blick bereits auf Silverstone. Doch ausgerechnet auf der traditionsreichen Highspeed-Strecke erwartet Max Verstappen ein völlig neues Problem. Der Weltmeister warnt vor den Grenzen des aktuellen Hybrid-Systems und spricht von einer großen Herausforderung bei der Energierückgewinnung.
Nach den Simulatorfahrten für den Großen Preis von Großbritannien zeigt sich der Red-Bull-Pilot überrascht. „Ich liebe Silverstone, aber nach ein paar Runden im Simulator musste ich einfach lachen. Es fühlt sich wie eine komplett andere Strecke an“, erklärt Verstappen.

Verstappen: „Man kann die Batterie kaum laden“
Der Grund: Auf der traditionsreichen Strecke fehlt es den Autos an Möglichkeiten, die Batterie wieder aufzuladen. „Man hat über die Runde kaum Batterieleistung. Es geht fast nur Vollgas. In Österreich gibt es lange Geraden und harte Bremspunkte, dort kann man Energie zurückgewinnen. In Silverstone folgen auf die Geraden dagegen schnelle Kurven. Dort kann man die Batterie kaum laden“, so der Niederländer.
Das Problem betrifft alle Teams. Durch die wenigen harten Bremszonen fällt es deutlich schwerer, genügend elektrische Energie für die langen Vollgaspassagen bereitzustellen. Dadurch könnte vor allem das Überholen schwieriger werden, weil auf den Geraden weniger zusätzliche Leistung zur Verfügung steht.
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Auch Lewis Hamilton erwartet ein schwieriges Wochenende in dieser Hinsicht. „In Silverstone gibt es viele Geraden und nur wenige Stellen, an denen man Energie zurückgewinnen kann. Wie groß der Unterschied am Ende sein wird, müssen wir abwarten“, erklärt der Ferrari-Pilot. Gleichzeitig hofft der Brite, dass Ferrari mit den neuen Updates einen Schritt nach vorne macht.
Trotz der Warnung reist Verstappen optimistisch nach Silverstone. Nach Rang zwei in Spielberg sieht der vierfache Weltmeister klare Fortschritte bei Red Bull.
„Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Im Vergleich zu den vorherigen Rennen konnten wir endlich wieder um die Spitze kämpfen. Natürlich gibt es noch Bereiche am Auto, die wir verbessern müssen, aber die Richtung stimmt“, sagt Verstappen.
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