Rekordweltmeister Lewis Hamilton spricht über das neue Formel-1-Reglement. Der Ferrari-Star stört sich vor allem am Einfluss von Energiemanagement und Software.
Lewis Hamilton übt deutliche Kritik am neuen Formel-1-Reglement. Der Ferrari-Pilot stört sich vor allem am komplexen Energiemanagement der aktuellen Autos. Seiner Meinung nach wird fahrerisches Risiko teilweise sogar bestraft.
„Es ist für die Fans wirklich schwer, das vollständig zu verstehen und für uns ist es ebenfalls schwer“, ordnet Hamilton im Gespräch mit Neil deGrasse Tyson im „StarTalk“-Podcast ein.

Das eigentliche Ziel eines Formel-1-Fahrers sei schließlich klar: „Wenn du ein Formel-1-Auto fährst, willst du das Auto ans Limit bringen. Je schneller du durch eine Kurve fährst, desto schneller solltest du hoffentlich auch im Vergleich zu den anderen sein.“
Ferrari-Ass Hamilton kritisiert Energie-Management
Genau das sei mit den neuen Autos aber nicht immer der Fall. Durch die begrenzte elektrische Energie müssen die Fahrer genau darauf achten, wann sie die Batterie laden und wann sie die zusätzliche Leistung abrufen.
„Wir haben in diesem Jahr weniger Möglichkeiten zum Laden, weil die MGU-H weggefallen ist“, erklärt Hamilton. Das führe zu einer ungewöhnlichen Situation: „Wenn du in schnellen Passagen schneller und entschlossener bist, mehr Risiko eingehst und schneller durch eine Kurve fährst, wirst du danach bestraft, weil du nicht genug Energie geladen hast.“
Das neue Energiemanagement hat in dieser Saison bereits für ungewöhnliche Zweikämpfe gesorgt. Immer wieder können Fahrer auf einer Geraden problemlos überholen, sind kurz darauf aufgrund ihres Energiestatus aber selbst wieder angreifbar. Vor allem auf den energiehungrigen Kursen ist dieses „Jojo-Racing“ häufiger zu sehen.
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Dabei spielt auch die Software eine große Rolle. Wenn sie nicht richtig funktioniert, verlieren die Piloten technisch-bedingt wertvolle Zehntelsekunden. „Das ist wirklich frustrierend, denn früher gab es das nicht“, stellt Hamilton klar.
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