Lando Norris muss in Spa eine Gridstrafe hinnehmen. Der Formel-1-Weltmeister wird wegen eines Komponentenwechsels um zehn Plätze zurückversetzt.
Für Lando Norris beginnt das Formel-1-Wochenende in Spa-Francorchamps mit einem herben Rückschlag. Der amtierende Weltmeister wird beim Großen Preis von Belgien um zehn Startplätze nach hinten versetzt.
Grund für die Gridstrafe ist der Einbau einer neuen Kontrollelektronik in seinem McLaren. Für Norris ist es bereits die vierte Einheit in dieser Saison, erlaubt sind laut Reglement jedoch nur drei, bevor eine Strafe fällig wird.
Damit steht bereits vor dem Qualifying fest: Selbst bei der schnellsten Zeit kann Norris das Rennen am Sonntag höchstens von Startplatz elf aufnehmen.
McLaren nimmt Strafe bewusst in Kauf
Die Entscheidung für den Wechsel trifft McLaren bewusst. Mercedes hat inzwischen mehrere Verbesserungen an der Zuverlässigkeit seiner Systeme vorgenommen. Von diesen soll nun auch Norris profitieren.

Der Brite hatte zu Saisonbeginn mehrfach mit Problemen zu kämpfen. Seine erste Einheit fiel in China endgültig aus, wodurch Norris dort nicht einmal zum Rennen starten konnte. Auch eine weitere Komponente musste nach Problemen in Japan repariert werden und fiel später in Monaco endgültig aus.
„Um von diesen Verbesserungen profitieren zu können, müssen wir für Landos Auto eine Strafe von zehn Startplätzen in Kauf nehmen“, erklärt McLaren.
Norris bereits 82 Punkte hinter Antonelli
Ausgerechnet Spa wurde dabei gezielt für den Wechsel ausgewählt. Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in den Ardennen sind Überholmanöver deutlich besser möglich als bei den anschließend anstehenden Rennen in Ungarn und Zandvoort. Die neue Einheit soll Norris nach Möglichkeit für den Rest der Saison begleiten und weitere sportliche Strafen verhindern.
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Für den Weltmeister kommt die Rückversetzung dennoch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nach neun Rennwochenenden liegt Norris lediglich auf dem fünften Platz der Fahrer-WM und hat bereits 82 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Kimi Antonelli.
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