Muss Nico Hülkenberg 2027 sein Audi-Cockpit für Carlos Sainz räumen? Nach den Spekulationen bezieht der Deutsche in Spa Stellung.
Droht dem letzten Deutschen in der Formel 1 Ungemach von einem Spanier?
Die Gerüchte um Carlos Sainz und Audi reißen nicht ab. Nach dem Großen Preis von Silverstone wurde erneut über einen möglichen Wechsel des Spaniers ins Audi-Werksteam ab 2027 diskutiert. Im Visier des Noch-Williams-Piloten: angeblich das Cockpit von Nico Hülkenberg. Der Emmericher bezieht dazu in Spa-Francorchamps klar Stellung – und hat dabei auch einen ironischen Kommentar parat.
„Die Verträge sind sehr klar“, weist Hülkenberg jegliche Gefahr für seinen Job im Vorfeld des Großen Preises von Belgien von sich. „Von meiner Seite gibt es keine Fragezeichen.“
Hülkenberg über Audi-Jobs: „Ersatzfahrer wäre frei“
Allein: Die Spekulationen kennt der Emmericher natürlich. „Diese Gerüchte habe ich auch gelesen“, räumt der Deutsche ein und kann sich einen Seitenhieb in Richtung Sainz nicht verkneifen: „Der Platz des Ersatzfahrers wäre verfügbar, aber ich glaube nicht, dass er daran interessiert ist.“
Die Gerüchte kommen nicht von ungefähr. Carlos Sainz war nach Hülkenbergs Verpflichtung lange der Wunschkandidat für das zweite Audi-Cockpit. Der Spanier entschied sich jedoch für Williams. Dort läuft es in der neuen Formel-1-Ära bislang alles andere als rund, weshalb zuletzt wieder über einen möglichen Wechsel spekuliert wurde.

Zusätzliche Nahrung erhielt das Thema durch Audi-Teamchef Mattia Binotto, der Sainz einst zu Ferrari holte und den Spanier bestens kennt.
Vertrag soll bis Ende 2027 laufen
Als Audi im Frühjahr 2024 die Verpflichtung Hülkenbergs bekannt gab, war offiziell lediglich von einem „mehrjährigen Vertrag“ die Rede. Nach Informationen von F1-Insider.com läuft der Kontrakt des Deutschen jedoch über drei Jahre und damit bis Ende 2027.
Eine vorzeitige Trennung wäre demnach lediglich über leistungsabhängige Klauseln möglich. Dafür gibt es derzeit allerdings keine Anzeichen. Zwar wartet Hülkenberg in der laufenden Saison noch auf seine ersten WM-Punkte, im teaminternen Qualifying-Duell liegt er aber mit 5:4 vor Gabriel Bortoleto. Zudem verhinderten mehrere technische Defekte bislang bessere Ergebnisse.
Audi setzt auf Hülkenberg und Bortoleto
Auch Teamkollege Gabriel Bortoleto gilt als gesetzt. „Das Team ist sehr zufrieden mit Gabi und mir und wir fangen gerade erst an“, sieht sich Hülkenberg zu einer Klarstellung gezwungen.
Ob das Thema Sainz für Audi damit vorerst erledigt ist, kann aber nur einer beurteilen: Audis Formel-1-Projektleiter Mattia Binotto.
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