Martin Brundle kritisiert die neuen Formel-1-Regeln scharf und wird emotional. Dabei klangen die Aussagen des Ex-Piloten zu Saisonbeginn noch ganz anders.
Die neuen Formel-1-Regeln sorgen auch Monate nach ihrer Einführung weiter für heftige Diskussionen. Nun meldet sich mit Martin Brundle ein ehemaliger Formel-1-Pilot zu Wort, der angesichts der Auswirkungen auf Traditionsstrecken wie Silverstone und Spa-Francorchamps sogar emotional wird.
Im Mittelpunkt der Kritik steht das komplexe Energiemanagement der neuen Autos. Die Fahrer können auf den langen Geraden nicht permanent die volle elektrische Leistung abrufen und müssen sich intensiv mit dem Laden und der Abgabe der Energie beschäftigen.

Gerade auf schnellen Strecken macht sich das besonders bemerkbar. Nach den Rennen in Silverstone und Spa sieht Brundle deshalb Handlungsbedarf.
„Ich glaube, sie haben alle Schwierigkeiten, das wirklich vollständig zu verstehen, um ehrlich zu sein“, erklärt der heutige Sky-Experte. „Ich habe ein paar Tränen in den Augen, weil wir all die großartigen Kurven in Silverstone verloren haben und jetzt sind wir hier in Spa mit der gleichen Situation.“
Mehr News
Für Brundle steht fest: „Diese neuen Regeln schaden uns auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken.“
Ex-Pilot Brundle fordert grundlegende Änderung
Die Formel 1 und die FIA haben bereits auf die Probleme reagiert. Für die kommenden Jahre sind Änderungen am Verhältnis zwischen Verbrennungs- und Elektroantrieb vorgesehen. Die Abhängigkeit von der elektrischen Energie soll dadurch reduziert werden.
Brundle gehen diese Anpassungen allerdings nicht weit genug. Spätestens mit dem nächsten großen Regelzyklus möchte der Brite einen grundlegenden Kurswechsel sehen.

„Wir tun für 2027 und 2028 etwas dagegen und wir müssen dieses Konzept so schnell wie möglich 2030 oder 2031 loswerden“, fordert Brundle.
Umdenken bei Brundle
Bemerkenswert sind Brundles Aussagen auch deshalb, weil der Brite zu Saisonbeginn noch deutlich anders über die Kritik an den neuen Regeln gesprochen hatte.
Vor allem Max Verstappen hatte sich mehrfach kritisch über die neue Fahrzeuggeneration und das damit verbundene Energiemanagement geäußert. Im März zeigte Brundle dafür noch wenig Verständnis.

„Ich denke, es wird ein bisschen langweilig mit den Aussagen von Max“, sagte Brundle damals mit Blick auf Verstappens wiederholte Kritik. Seine deutliche Forderung an den Red-Bull-Star: „Entweder soll er die Formel 1 verlassen oder aufhören, darüber zu reden.“
Nur wenige Monate später schlägt Brundle nun selbst kritische Töne an. Nach den Erfahrungen auf den Hochgeschwindigkeitskursen in Silverstone und Spa scheint der ehemalige Formel-1-Pilot seine Meinung zumindest teilweise geändert zu haben.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!