Formel 1

Ex-Verstappen-Teamkollege mit deutlicher Ansage nach Spa-Desaster

Formel 1 Silverstone Start 2026
Credit: Mark Thompson/Getty Images
Alex Warneke
Alex Warneke

Carlos Sainz übt nach dem Spa-Wochenende deutliche Kritik an den neuen Formel-1-Regeln. Der Spanier stellt klare Fragen.

Carlos Sainz übt deutliche Kritik an den neuen Formel-1-Regeln. Nach dem Rennwochenende in Spa-Francorchamps fordert der ehemalige Teamkollege von Max Verstappen Veränderungen und stellt infrage, wie das aktuelle Reglement überhaupt in dieser Form verabschiedet werden konnte.

Die neue Fahrzeuggeneration sorgt bereits seit Saisonbeginn für Diskussionen. Besonders auf Hochgeschwindigkeitsstrecken wie Spa werden die Auswirkungen des neuen Antriebskonzepts deutlich.

Durch den höheren elektrischen Anteil müssen die Fahrer ihre verfügbare Energie über die Runde hinweg genau einteilen. Packende Mutkurven werden zu Ladestationen, um auf den Geraden genug Batterieleistung zu haben.

Formel 1 Silverstone Start 2026
Credit: Alastair Staley/LAT Images

Für Sainz geht dadurch ein Teil der Herausforderung verloren, die Strecken wie Spa in der Vergangenheit ausgezeichnet hat.

„Ich denke, niemand da draußen genießt eine Qualifying-Runde noch so sehr wie im vergangenen Jahr“, erklärt der Williams-Pilot. „Ich denke, es ist klar, dass wir mit diesen Autos in Spa einiges verloren haben.“

Sainz fordert Veränderungen in der Formel 1

Der Spanier, der auch als Direktor der Fahrervereinigung GPDA tätig ist, will die Königsklasse trotz seiner deutlichen Kritik nicht grundsätzlich schlechtreden.

„Ich möchte meinen eigenen Sport nicht ständig schlechtmachen, weil das niemandem hilft“, stellt Sainz klar. „Ich denke, wir alle wissen, dass das nicht gut genug ist. Das muss sich ändern. Es wird sich ändern und weiterentwickeln.“

Formel 1 Carlos Sainz Williams Spielberg 2026
Carlos Sainz. Credit: Alastair Staley/LAT Images

Vor allem das Energiemanagement bereitet auf Strecken wie Spa Probleme. Die Fahrer können nicht mehr über die gesamte Runde uneingeschränkt attackieren, sondern müssen genau darauf achten, wann sie elektrische Energie einsetzen und wann sie diese zurückgewinnen.

Sainz stellt deshalb auch den ursprünglichen Entscheidungsprozess hinter dem neuen Reglement infrage.

„Wer auch immer diese Simulationen 2022 oder 2023 gesehen hat und nicht gesagt hat: ‚Wie können wir das überhaupt akzeptieren?‘ – da muss überprüft werden, was passiert ist“, fordert der viermalige Grand-Prix-Sieger. „Das hätte niemals passieren dürfen. Hoffentlich ist das nächste Jahr ein Schritt nach vorne und das Jahr danach noch einmal einer.“

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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