Die Formel 1 steht offenbar vor einer überraschenden Rückkehr nach Malaysia. Alle Infos.
Die Formel 1 kehrt offenbar nach fast neun Jahren nach Malaysia zurück. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll der Sepang International Circuit Anfang Oktober den ausgefallenen Bahrain-GP übernehmen.
Demnach soll das Rennwochenende vom 2. bis 4. Oktober stattfinden – nur eine Woche vor dem Grand Prix von Singapur. Offiziell würde das Rennen allerdings weiterhin als Großer Preis von Bahrain gewertet werden.
Eine Bestätigung durch die Formel 1 und den Automobil-Weltverband FIA steht zwar noch aus, soll aber in den kommenden Tagen erfolgen.
Krieg macht Bahrain-Rennen unmöglich
Eigentlich hatte die Formel 1 gehofft, den wegen des Kriegs im Nahen Osten verschobenen Bahrain-GP noch im Herbst nachholen zu können. Mit Blick auf die notwendige Vorlaufzeit für Logistik und Organisation wird dieses Szenario nun aber offenbar aufgegeben.
Bereits im März waren die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien wegen der militärischen Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran verschoben worden. Da ein Ende des Konflikts weiter nicht absehbar ist, musste die Formel 1 offenbar nach einer Alternative suchen.

Mit Malaysia würde Anfang Oktober ein Triple-Header mit den Rennen in Aserbaidschan, Malaysia und Singapur entstehen.
Auch Katar und Abu Dhabi wackeln
Die Auswirkungen des Konflikts könnten sich sogar bis zum Saisonende ziehen. Auch die für Ende November und Anfang Dezember geplanten Grands Prix in Katar und Abu Dhabi stehen nach wie vor unter Vorbehalt.
Eine endgültige Entscheidung muss zwar erst im September fallen, doch die Formel 1 prüft bereits mögliche Ausweichstrecken.
Als Favorit gilt Imola, das zwischen 2020 und 2025 wieder fester Bestandteil des Kalenders war. Auch Portimão in Portugal und Istanbul Park in der Türkei werden als Ersatzkandidaten gehandelt, gelten derzeit aber als deutlich unwahrscheinlicher.
Sollten alle vier Rennen im Nahen Osten ausfallen, würde der ursprünglich geplante 24-Rennen-Kalender auf nur noch 20 Grands Prix schrumpfen. Das will die Formel 1 möglichst verhindern, denn bei weniger als 21 Saisonrennen könnten vertragliche Klauseln greifen, die Rückzahlungen an TV-Partner und möglicherweise auch Auswirkungen auf Sponsorenverträge der Teams nach sich ziehen.
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